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Alzheimer

Bei Bei Vergesslichkeit wird oft ironisch von „Alzheimer“ gesprochen. Doch es ist ganz normal, dass im Alter Konzentrationsvermögen und Gedächtnisfähigkeit nachlassen. Bedenklich wird es erst, wenn neben den Gedächtnisschwierigkeiten zunehmend Symptome wie Teilnahmslosigkeit, Antriebsarmut, Angst und Depressionen sowie Sprach- und Erkennungsstörungen auftreten. Diese Symptome können auf eine Demenz vom Alzheimer-Typ hinweisen. Alzheimer ist die häufigste Form der Demenz und tritt bei rund 60 Prozent aller Fälle auf.. Die Folge der Alzheimer-Demenz ist, dass alltägliche Aufgaben nicht mehr eigenständig durchgeführt werden können und die Betroffenen zunehmend mehr Betreuung und Pflege benötigen.
Zahlen zur Alzheimer-Demenz
Nicht zu unrecht wird bei Alzheimer von einer Altersdemenz gesprochen, denn während bei den unter 65-Jährigen nur 0,1 Prozent der Bevölkerung erkrankt sind, sind rund 10 Prozent der über 65-Jährigen und bei den über 85-Jährigen fast jeder Zweite betroffen. In Deutschland leben gegenwärtig rund 1 Million Menschen mit Alzheimer-Demenz. Die Tendenz ist durch die immer älter werdende Bevölkerung stark steigend. So rechnen Experten für das Jahr 2030 mit 2,5 Millionen Betroffenen.
Symptome der Alzheimer-Demenz
Bereits 1906 hat der deutschen Neurologe Alois Alzheimer die Symptome und die typischen Veränderungen im Gehirn entdeckt und beschrieben. Im Anfangsstadium macht sich die Krankheit primär durch Vergesslichkeit und zeitliche Orientierungsschwierigkeiten bemerkbar. Im fortgeschrittenen Stadium kommen Verlust der Alltagskompetenzen z. B. beim Essen, Bewegen und der Hygiene hinzu und machen eine ständige Betreuung notwendig. Die Kontrolle über Blase und Darm geht verloren und Fähigkeiten wie Lächeln und Schlucken werden beeinträchtigt. Das Gedächtnis ist nicht mehr in der Lage, neue Informationen zu speichern. Angehörige werden häufig nicht mehr erkannt, die Sprache beschränkt sich auf wenige Wörter. Alzheimer ist deshalb für die Patienten und deren Angehörigen mit einschneidenden Veränderungen des täglichen Lebens verbunden.
Ursachen der Alzheimer-Demenz
Verursacht werden die Symptome der Alzheimer-Erkrankung durch eine krankhafte Veränderung im Gehirn, die mit einer schleichenden und fortwährenden Zerstörung der Nervenzellen einhergeht. Ein Ungleichgewicht der Botenstoffe (Neurotransmitter) Glutamat und Acetylcholin ist dafür verantwortlich und führt zu einer Störung der Signalübertragung zwischen den Nervenzellen. In Folge dessen kommt es zu irreparablen Zellschädigungen, die einen Verringerung des Zellstoffwechsels und das Absterben der Nervenzellen zur Folge haben. Verantwortlich dafür ist zum einen der Mangel an Acetylcholin, und zum anderen schädigt zuviel Glutamat die Nervenzellen, so dass sie irreversibel zu Grunde gehen. Informationen können zwischen den Nervenzellen nicht mehr richtig übertragen werden.
Therapie der Alzheimer-Demenz
Da die genauen Ursachen für die Alzheimer Erkrankung nicht bekannt sind, gibt es derzeit keine Möglichkeit die Erkrankung zu verhindern oder sie zu heilen. Erhebliche Fortschritte sind in der modernen medikamentösen Alzheimer-Therapie erzielt worden. So können ein Fortschreiten des Krankheitsverlaufes deutlich verzögert und Begleitsymptome, wie z.B. Depressionen, Unruhe und Angstzustände gemildert werden. Die Erfolgsaussichten sind umso besser, je früher eine Behandlung angesetzt wird. Die Antidementiva -Behandlung, z.B. mit dem Wirkstoff Memantine ist Mittel der Wahl ab einer moderaten Alzheimer Demenz. Die Leistungs- und Gedächtnisfähigkeit bleiben dadurch länger erhalten und die dementen Patienten sind in der Lage, Alltagsaktivitäten besser zu meistern. Die Lebensqualität wird gesteigert und der Pflegeaufwand reduziert.
Eine ganzheitliche Behandlung und Betreuung der Alzheimer Demenz ist unerlässlich und muss zum Ziel haben, die Situation der Patienten zu stabilisieren und sie auch für die Angehörigen und Betreuer zu verbessern. Vorhandene Fähigkeiten des Betroffenen sollten gefördert, Alltagshilfen für zu Hause angeschafft und rechtliche Aspekte (Verfügungen und Vollmachten) bedacht werden. Neben der medikamentösen Behandlung können eine Bewegungstherapien oder leichte sportliche Aktivitäten (z.B. Wandern oder Schwimmen) nützlich sein, um die Beweglichkeit zu erhalten. 

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