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FEMCON VAGINALKONEN - bei Stress Harn-Inkontinenz

Viele Frauen leiden heimlich an unwillkürlichem Harnverlust ohne jedes Gefühl von Harndrang. Diese manifeste Stressinkontinenz kann erfolgreich behandelt werden:
Femcon ist ein Set von tamponartig geformten Vaginalkonen aufsteigenden Gewichts, die nach Einführen in die Scheide auf dem Beckenboden aufliegen und nun aktiv gehalten werden müssen. Mit steigendem Trainingseffekt werden Konen mit höherem Gewicht benutzt.
Nur der Einsatz von Femcon Plus vermittelt den betroffenen Frauen ein aktives Gefühl für die geschwächten Muskeln und läßt sie den Erfolg unmittelbar fühlen.
Femcon ist klinisch getestet und hat Erfolgsraten von über 60%.
Einsatzgebiet:
- Leichter bis mittelschwerer Harnverlust
- Wiederaufbau und Kräftigung der Beckenbodenmuskulatur nach Geburten
- Therapie und Prophylaxe des Deszensus
Nutzen:
- Das Training ist leicht erlernbar
- Die Übungen mit nur 2x 15 Minuten täglich sind leicht zuhause in den Tagesablauf integrierbar
- Hohe Erfolgsraten von 70 bis 85% bei Inkontinenz bereits nach 4 Wochen
- Post-partales Konustraining beugt Deszensus und Inkontinenzproblemen vor und hilft Operationen zu vermeiden
- Gynäkologen und Urologen, die sich mit der Femcon - Methode beschäftigt haben, halten sie für einen bedeutenden Fortschritt in der Behandlung der Beckenbodenmuskelschwäche.
- Femcon -Vaginalkonen sind unter der Positionsnummer im Hilfsmittelverzeichnis der Spitzenverbände der deutschen Krankenkassen gelistet. Bei ärztlicher Verordnung übernehmen die Krankenkassen daher die Anschaffungskosten.
Stressbedingte Harn-Inkontinenz
Definition
Unter der im Hinblick auf die Indikationsstellung von Femcon relevanten Stress-Harninkontinenz ist der unwillkürliche Harnverlust bei körperlicher Belastung wie Husten, Niesen, Laufen, Treppensteigen, Lachen usw. zu verstehen. Die Stress-Harninkontinenz ist ein Leiden, das fast ausschließlich bei Frauen auftritt, die ein oder mehrere Kinder geboren haben.
Ursache dieses Leidens
Neue Untersuchungen zeigen, daß es durch die Geburt zur partiellen Schädigung der Nerven kommt, welche die Beckenbodenmuskulatur versorgen. Diese Schädigung führt häufig im Laufe der Zeit zu einer fortschreitenden Schwächung der Beckenbodenmuskulatur, die dann nicht mehr in der Lage ist, die Harnröhre gegenüber der Blase verschlossen zu halten.
Harnverlust ohne Harndranggefühl ist die Folge - Was kann man dagegen tun?
Vorbeugende Maßnahmen
- Kontinuierliche Beckenbodengymnastik im Wochenbett unter fachlicher Anleitung
- Nach Abklingen des Wochenflusses gezieltes Training mit Femcon zur Kräftigung und Rückbildung der überdehnten Beckenbodenmuskulatur. Bereits zweimal täglich 10 Minuten sind schon ausreichend.
- Maßnahmen bei bestehender Stress-Harninkontinenz
In 60 bis 70% der Fälle kann mit Femcon der unwillkürliche Harnverlust nach wenigen Wochen Behandlung beseitigt werden, so daß in vielen Fällen vorwiegend bei Frauen in den Wechseljahren die Operation vermieden werden kann.
Massnahmen nach Operation
Nach der Operation kann durch die Behandlung mit Femcon das Operationsergebnis für längere Zeit gesichert und z.T. noch verbessert werden, weil auch die Beckenbodenmuskulatur gekräftigt wird.
Anwendung von FEMCON
Die Therapie mit Femcon ist angezeigt bei Schwäche der Beckenbodenmuskulatur. Die Beckenboden- muskulatur hat eine wichtige Funktion im weiblichen Organismus. Sie hält die Beckenorgane in der richtigen Funktionsstellung. Durch Schwangerschaft, Gebären und andere körperliche Belastungen kann es zur Überdehnung der Beckenmuskulatur und in der Folge zur Fehllage der Beckenorgane kommen. Durch gezieltes Üben mit Femcon wird die Beckenbodenmuskulatur wieder gekräftigt, wodurch Funktionsstörungen der Blase und anderer Beckenorgane korrigiert oder verhindert werden können.
Das Üben mit Femcon ist einfach und führt bei konsequenter Anwendung schon nach wenigen Wochen zum Erfolg. Femcon sind ein Set aus fünf tamponförmigen Konen mit unterschiedlichem Gewicht. Sie sind fortlaufend numeriert. Die Numerierung gibt Auskunft über das Gewicht des Konus.
Mit Femcon wird:
- Der Funktionszustand der Beckenbodenmuskulatur getestet.
- Die Beckenbodenmuskulatur durch gezielte Übungen gekräftigt.
- Nur eine funktionstüchtige Beckenbodenmuskulatur kann die Beckenorgane (Blase, Gebärmutter usw.) in der richtigen Position halten.
Erworbene echte Harn- und Stuhlinkontinenz wird bei sorgfältigem und kontinuierlichem Training beseitigt oder zumindest wesentlich gebessert, so daß in den meisten Fällen die Korrekturoperation vermieden werden kann.
Übungen mit Femcon sind angezeigt:
- zur Korrektur der Harn- und Stuhlinkontinenz bei Frauen
- nach Entbindungen
- zur Verhinderung der Senkung der Gebärmutter (Descensus uteri) und anderer Beckenorgane
- nach Operationen im kleinen Becken
Wirkprinzip:
Wird der Konus in die Scheide (Vagina) eingeführt, neigt er dazu, wieder herauszugleiten. Dieses Gefühl des „Verlierens" löst eine nervale Reaktion aus, welche die Beckenbodenmuskulatur zur Kontraktion um den Konus veranlaßt, um das Herausgleiten zu verhindern (Biofeedback-Phänomen). Wie stark die Beckenbodenmuskulatur auf diesen Reiz noch reagiert, kann von der Patientin selbst getestet werden.
Vorgehensweise:
Der Konus mit dem geringsten Gewicht (im Femcon-Set der Konus mit der Nr. 1) wird tief in die Scheide eingeführt und soll mindestens 1 (eine) Minute ohne Anstrengung gehalten werden können. Gelingt diese Prozedur, wird sie mit dem nächst schwereren Konus Nr. 2 wiederholt usw.
Der Konus, der gerade noch gehalten werden kann, gibt Aufschluß über Funktionszustand und Kraft der Beckenbodenmuskulatur. Die Übungen werden mit dem vorhergehenden Konus, der ohne Anstrengung eine Minute gehalten werden konnte, begonnen. Im Stehen oder Herumgehen sollte mehrmals täglich trainiert werden, den Konus auch unter Belastung wie Husten, Niesen, Lachen und kleinen gymnastischen Übungen für 10 bis 15 Minuten zu halten. In den ersten Tagen wird das Trainingsziel noch nicht erreicht werden. Der Konus muß deshalb immer wieder neu plaziert werden. Gelingt es, den Konus reproduzierbar 15 Minuten zu halten, wird mit dem nächst schwereren Konus die Übung in der gleichen Weise fortgesetzt.
Beurteilung:
Werden die Übungen kontinuierlich und sorgfältig durchgeführt, hat dies schon nach wenigen Wochen eine deutliche Minderung der Inkontinenz zur Folge, was durch mehrere klinische Studien belegt ist.
Auch nach der Entbindung ist das Training der Beckenbodenmuskulatur mit Femcon zur Verhütung einer später auftretenden Beckenbodeninsuffizienz angezeigt und sinnvoll. Mit Hilfe der Femcon haben die Patienten nach wenigen Trainings-wochen gelernt, ihre Beckenbodenmuskulatur auch ohne den Gebrauch von Femcon zu trainieren. Mit Femcon wird dann lediglich hin und wieder der Funktionszustand der Beckenbodenmuskulatur überprüft. Mit dieser Therapiemethode ist es nunmehr möglich, bei zunehmender Bindegewebsschwäche eine rechtzeitige Anwendung bei Wiederauftreten des Leidens durchzuführen, so daß bis ans Lebensende eine wirksame Therapie möglich ist.
Hinweise:
Während der Menstruation, der Schwangerschaft und bei Entzündungen der Vagina wird die Therapie ausgesetzt.
Am Beginn der Übungen kann es zu Schmerzempfindungen in der Becken- und Darmregion kommen. Dies ist ein Hinweis, daß die Therapie richtig durchgeführt wird und die bisher untrainierten Muskeln gekräftigt werden („Muskelkater").
Die in Gebrauch befindlichen Konen sollten regelmäßig gereinigt werden. Zur Desinfektion können handelsübliche Desinfektionsmittel verwendet werden. Vor der Wiederverwendung sollten evtl. am Konus befindliche Desinfektionsmittelreste mit Wasser abgespült werden. Gassterilisation ist möglich; Dampf- oder Trockensterilisation ist nicht möglich (Verformung der Konen). 

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