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Biologische und soziale Bedeutung Haarzyklus Haarausfall Diagnostik Therapie
Biologische und soziale Bedeutung
Haare sind Anhangsgebilde der Haut. Die Entwicklung des einzelnen Haares ist eng mit der Entwicklung der Haut verbunden und Haare sind in der Haut verankert. Die Haare auf dem Kopf regulieren den Wärmeverlust und sie dienen als Sonnenschutz. Bei Männern kann es durch starke Sonneneinstrahlung als Folge einer Glatze zu Vorstufen von Krebs auf der Kopfhaut kommen, den sogenannten aktinischen Keratosen. Haare haben eine wichtige Bedeutung für das äußere Erscheinungsbild und viele Frauen und Männer leiden sehr, wenn die Haare ausfallen.
Haarzyklus
Haare wachsen zyklisch.
Der Haarwuchszyklus beinhaltet drei Phasen:
1. die Anagenphase (das Haar wird vom Gefäßnetz über die Wurzel ernährt);
2. die Katagenphase (das Haar wird nicht mehr versorgt);
3. die Telogenphase (das Haar wird abgestoßen).
Der Prozentsatz der Haare pro Phase teilt sich in etwa wie folgt auf:
 | 85% Anagenphase
|  | 1% Katagenphase
|  | 14% Telogenphase.
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Haarausfall
Weil Haare zyklisch wachsen und sich erneuern, ist es ganz normal, wenn bis zu 100 Haare pro Tag ausfallen. Es ist auch normal, im Frühjahr und Herbst mehr Haare zu verlieren als sonst. Erst wenn regelmäßig mehr als 100 Haare ausfallen, besteht Grund zur Sorge. Dann sollten Sie sich am besten von Ihren Arzt oder Pharma24 beraten lassen.
Ursachen für Haarausfall können unter anderem die Gene, eine Fehlfunktion der Schilddrüse, Stress, Zinkmangel, Eisenmangel, eine Störung des Immunsystems, chronische Erkrankungen, Infektionen, Umweltgifte und bestimmte Medikamente sein. In diesen Fällen ist ein Arzt, am besten ein Hautarzt, der geeignete Ansprechpartner.
Die häufigsten Formen des Haarausfalles sind erblich bedingter Haarausfall, kreisrunder Haarausfall und diffuser Haarausfall.
Anlagebedingter oder erblich bedingter Haarausfall (auch androgenetische Alopezie) entsteht durch ein Zusammenspiel der Gene und von Stoffen, die wir Androgene nennen. Ein typisches Beispiel ist die männliche Glatzenbildung.
Kreisrunder Haarausfall (auch Alopezia areata) ist eine Autoimmunerkrankung, d.h. körpereigene Zellen richten sich gegen die Haare und stossen diese ab. Ein typisches Beispiel für einen Menschen mit kreisrundem Haarausfall ist der italienische Schiedsrichter Colina.
Als diffusen Haarausfall bezeichnet man eine gleichmäßige Lichtung über den ganzen Kopf, die verschiedenste Ursachen haben kann.
Diagnostik
Wenn Sie mehr als 100 Haare pro Tag verlieren, sollten Sie sich von einem Arzt, am besten von einem Hautarzt, beraten lassen. Ärzte können neben der Ermittlung Ihrer Krankengeschichte verschiedene Untersuchungen wie z.B. eine Blutuntersuchung, ein Trichogramm, ein Phototrichogramm, Mikroskopie der Haarschäfte oder eine histologische Untersuchung durchführen.
Therapie
Je nach Art des Haarausfalles wird Ihr Arzt eine geeignete Therapie vorschlagen Es gibt verschiedene rezeptpflichtige und nicht rezeptpflichtige Arzneimittel sowie freiverkäufliche kosmetische Alternativen.
Erblich bedingter Haarausfall
Zur Behandlung des erblichen Haarausfalles bei Männern stehen unter anderem Propecia, Regaine für Männer Lösung, verschiedene Rezepturen, Pantostin, Ell Cranell Dexa, Ell Cranell Alpha und Alpicort zur Verfügung.
Zur Behandlung des erblichen Haarausfalles bei Frauen werden unter anderem Regaine für Frauen Lösung, verschiedene Rezepturen, Pantostin, Ell Cranell Dexa, Ell Cranell Alpha, Alpicort F, Crinohermal, verschiedene systemische Therapien wie z. B. Diane 35, Yasmin, Androcur, Belara, Valette, pflanzliche Alternativen (z.B. Traubensilberkerzenextrakt) und Mineralstoffe (z. B. Zink, Eisen) eingesetzt.
Kreisrunder Haarausfall
Die Behandlung des kreisrunden Haarausfalles ist oft schwierig und langwierig und sollte unbedingt von einem Spezialisten übernommen werden. Wenden Sie sich am besten an eine Klinik mit einer Haarsprechstunde.
Diffuser Haarausfall
Die Behandlung von diffusem Haarausfall besteht in der Beseitigung der zugrunde liegenden Ursache. 


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