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Krebserkankungen - Onkologie

Krebs stellt die zweithäufigste Todesursache in Deutschland dar, die Zahl der jährlichem Neuerkrankungen wird auf 400.000 Patienten geschätzt. Die häufigste Krebsart beim Mann mit ca. 40.000 Neuerkrankungen ist der Prostatakrebs, bei Frauen ist der Brustkrebs mit ca. 47.000 Neuerkrankungen pro Jahr vorherrschend. Es folgen bei Männer und Frauen der Dickdarm- und Lungenkrebs, häufiger verbreitet sind zudem der Harnblasen- und Magenkrebs. Bei Frauen nehmen noch Gebärmutter- und Eierstockkrebs einen hohen Anteil mit ingesamt 26.000 Neuerkrankungen ein. Krebs ist vorwiegend eine altersbedingte Erscheinung, denn 72 Prozent der Männer mit Krebs und 70 Prozent der betroffenen Frauen sind älter als 60 Jahre.
Krebs ist ein unkontrolliertes Wachstum von neuem Gewebe, daß durch die „Entartung" körpereigener Zellen verursacht wird. Es kommt zu einer zerstörender Wirkung auf gesunde Körperzellen und das Übergreifen auf benachbarte Gewebe, Organe und Organsysteme (Metastasen). Krebs kann jede Zellart befallen, deshalb finden sich es Vielzahl von Krebskrankheiten. Man unterscheidet drei Hauptgruppen: Sarkome im Bereich der Binde- und Nervengewebe, Leukämie und Lymphome bei den blutbildende Organen Milz und Knochenmark sowie als häufigste Form die Karzinome. Sie entstehen im Hautgewebe, bei den Organen und im Drüsengewebe (z.B. Brust und Prostata).
Doch längst nicht jede Krebserkrankung verläuft tödlich, die Überlebensrate liegt im günstigen Bereich bei 75-90 Prozent, z.B. bei Haut- und Hodenkrebs. Eine hohe Sterblichkeitsrate weisen hingegen der Speiseröhrenkrebs und der Lungenkrebs auf. Die Fortschritte in der Früherkennung und in der Therapie führen zu einem besseren Verlauf und Heilung. Eine gesundheitsbewusste Lebensweise und die Vermeidung von Risiken tragen entscheidend dazu bei, das Krebsrisiko zu senken. Denn neben einer erblichen Veranlagung wird Krebs auch durch Chemikalien, UV-Strahlen, Rauchen, eine falsche Ernährung oder erhöhten Alkoholgenuss ausgelöst.
Das Thema Krebs nimmt sowohl bei der Therapie wie in der Vorsorge eine hohen Stellenwert in unserem Gesundheitssystem ein. Die Krankenkassen fördern gezielt Vorsorgeuntersuchungen. Flächendeckend sind in Deutschland medizinische Tumorzentren vorhanden (www.tumorzentren.de), die regional die Kapazitäten bündeln, Stastistiken erheben (Epidemiologie) und Arbeitskreise für die verschiedenen Krebsbereiche haben. Sie sind i.d.R. den Universitätskliniken zugeordnet, die durchgängig Spezialabteilungen für Onkologie (Krebs) und Strahlentherapie aufweisen und auch onkologische Sprechstunden anbieten. 




Ausführliche Informationen zur Diagnose, Therapie, Links, Selbsthilfegruppen und Tipps für Betroffene und Angehörige über Krebs sowie zu vielen anderen Krankheiten finden Sie im gesundheitsregister.de – Onkologie

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