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Priorix-Tetra - eine Impfung gegen Masern, Mumps, Röteln und Varizellen

Die Impfstoffe Priorix (gegen Masern, Mumps und Röteln) und Varilrix (gegen Varizellen) haben sich seit vielen Jahren bewährt - vor allem beim Pädiater.

Am 26. Juli 2006 erhielt GlaxoSmithKline vom Paul Ehrlich-Institut (PEI) die Zulassung für den neuen Kombinationsimpfstoff Priorix-Tetra. Dieser Kombinationsimpfstoff ermöglicht ab sofort mit einer Injektion die Impfung gegen alle vier Krankheiten. Deutschland ist weltweit das erste Land, das ihn einführt. Er wird von vielen Kinderärzten schon erwartet, denn sie können damit die aktuellen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO), Kinder im Alter von 11-14 Monaten gegen Masern, Mumps, Röteln und Varizellen (MMRV) zu impfen, komfortabel umsetzen.

Dem Kind werden Injektionen erspart und neben frühzeitigem Schutz kann eine höhere Durchimpfungsrate auch gegen Varizellen erreicht werden. Priorix-Tetra wurde in umfangreichen Studien getestet. Die Impfung ist für Kinder ab dem Alter von 9 Monaten zugelassen. Sechs Wochen später (Mindestabstand 4 Wochen) soll die zweite Dosis folgen, um den Impfschutz zu komplettieren.

Der neue Impfstoff stützt sich auf die guten Erfahrungen mit den bereits etablierten Impfstoffen Priorix und Varilrix; Priorix schätzen Pädiater vor allem aufgrund der guten Verträglichkeit. Zugleich wird das Impfen für Eltern, Kinder und Pädiater einfacher: Die Kombination in einer Spritze spart eine Injektion und kann, wie die Studien gezeigt haben, bereits ab dem Alter von 9 Monaten gegeben werden.





SUTENT - Sunitinib - Krebsmedikament

 

SUTENT, ein neues Krebstherapeutikum der Firma Pfizer, das zum 15. August 2006 in den Markt eingeführt wird, beruht auf Forschungsergebnissen aus dem Max-Planck-Institut für Biochemie, Martinsried. Der Krebsforscher Professor Axel Ullrich, Direktor am Max-Planck-Institut (MPI) für Biochemie in Martinsried, konnte bereits zu Beginn der 1990er-Jahre mit seinen Kollegen nachweisen, dass sich das Wachstum von experimentellen Tumoren verlangsamt und Tumorgewebe schrumpft, wenn man das den Tumor umgebende Blutgefäßsystem und damit seine Versorgung mit Nährstoffen und Sauerstoff hemmt.

Auf diesem Grundprinzip aufbauend entstand das jetzt auch in Europa neu zugelassene Therapeutikum SUTENT, mit dem Wirkstoff Sunitinib, einem Protein-Tyrosin-Kinase-Inhibitor. SUTENT wird zur Behandlung nicht resezierbarer und/oder metastatisch-maligner gastrointestinaler Stromatumoren (GIST) sowie in der Therapie fortgeschrittener und/oder metastasierter Nierenzellkarzinome (NRCC) eingesetzt.

Zellen können durch Wachstumsfaktoren, die an spezifische Rezeptoren an der Zelloberfläche binden, dazu veranlasst werden, sich zu vermehren und bestimmte Gewebe wie etwa Blutgefäße zu bilden. Eine ganz besondere Proteinklasse, die Tyrosinkinasen, stehen dabei im Zentrum der Rezeptorforschung. Sie sorgen dafür, dass das aufgenommene Signal über eine lange Signalkaskade in den Zellkern weitergeleitet wird und dort die Zellteilung und Vermehrung der Zelle in Gang setzt. Diese Signalkaskaden sind unbedingt notwendig, damit sich während der Entwicklung von Organismen die verschiedenen Gewebe ausbilden, wie Blutgefäße, Nervengewebe, Bindegewebe etc.

Bei Krebserkrankungen sind häufig diese Signalkaskaden in den Tumorzellen gestört und deshalb Gegenstand der Krebsforschung. Gelingt es etwa, die Rezeptoren auf der Zelloberfläche von Tumorzellen oder die Wachstumsfaktoren zu blockieren, so können daraus zielgerichtete Therapeutika gegen Krebserkrankungen entwickelt werden.
Die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Sunitinib wurde in klinischen Studien untersucht, an denen Patienten mit GIST beteiligt waren, bei denen nach Behandlung mit Imatinib eine Tumorprogression auftrat, bzw. die Imatinib nicht vertrugen, sowie Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom, bei denen die Behandlung mit Zytokinen fehlschlug. Bei Patienten mit GIST konnte gezeigt werden, dass die Zeit bis zum erneuten Wachstum der Tumoren unter Behandlung mit Sunitinib vier Mal so lang war wie bei der Placebo-behandelten Kontrollgruppe. Bei Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom demonstrierten die Studien eine Reduktion der Tumorgröße. Bei 26 bis 37 Prozent der Patienten mit Nierenzellkarzinom schrumpfte der Tumor um mehr als die Hälfte.

 

Weitere klinische Prüfungen von Sunitinib laufen derzeit auch mit Patienten, die an fortgeschrittenen Formen von Blasenkrebs, Brustkrebs, Gebärmutterhalskrebs (Cervixkarzinom), Dickdarmkrebs, Speiseröhrenkrebs, Kopf- und Nacken-Tumoren, Leberkrebs, Lungenkrebs, Melanom, Eierstockkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs, Prostatakrebs und Hodenkrebs leiden. Die Studien befinden sich in verschiedenen Phasen der klinischen Prüfung (Phase I bis III) und werden meist in Kombination mit anderen Therapeutika durchgeführt.





BASOMIN

Die Übersäuerung des Körpers wird zunehmend zu einer Volkskrankheit. Belastungen, Stress und besonders eine unausgewogene Ernährung sind daran schuld. Das beste Mittel dagegen sind basische Mineralstoffe, die sich vor allem in Obst und Gemüse befinden. Ergänzend können Basenkuren mit Nahrungsergänzungsmitteln Abhilfe schaffen. Dabei kommt es auf die Mischung an.

Basomin nach Müller-Wohlfahrt hilft durch eine Kombination aus basischen Mineralstoffen und Spurenelementen mit hoher Säurebindungskapazität (u.a. Calcium, Kalium, Magnesium, Zink und Phosphor) und ist gluten- und lactosefrei. Bei der Kombination und Dosierung wurden neueste ernährungsphysiologische Erkenntnisse berücksichtigt. Der Effekt: Das sensible Säure-Basen-Gleichgewicht im Stoffwechsel des Menschen wird gehalten oder wieder hergestellt. Basomin empfiehlt sich zur regelmäßigen Ergänzung der Nährstoffzufuhr – auch und besonders während Belastungsphasen in Beruf und Sport.




Die in BASOMIN nach Müller-Wohlfahrt enthaltenen basischen Mineralstoffe zeichnen sich durch eine große Säurebindungskapazität aus und tragen somit dazu bei, das fein abge- stimmte Verhältnis von Säuren und Basen im Gleichgewicht zu halten. BASOMIN ist erhältlich in unserer Versandapotheke www.pharma24.de





Baraclude

Baraclude zur Behandlung von chronischer Hepatitis B bei Erwachsenen

 

Jeder dritte Mensch auf der Welt ist mit dem Hepatitis-B-Virus infiziert. Etwa jeder Zehnte entwickelt eine chronische Leberinfektion. Hemmstoffe der Hepatitis-B-Virus-Polymerase können - neben Interferonen - die Viruslast mindern und die Entzündung bessern. Eine spezifische Wirkstoffentwicklung mit verbessertem Wirk- und Resistenzprofil stellt Entecavir dar. Das Nukleosidanalogon wurde jetzt europaweit gegen chronische Hepatitis B zugelassen.

 

Baraclude enthält den Wirkstoff Entecavir.

 

Das Präparat wird zur Behandlung Erwachsener angewendet, die an chronischer (langfristiger) Hepatitis B (Lebererkrankung infolge einer Infektion mit dem Hepatitis-B-Virus) leiden. Außerdem wird es bei Patienten mit kompensierter Lebererkrankung (d. h. mit geschädigter, aber normal arbeitender Leber) angewendet, die auch Anzeichen einer weiteren Vermehrung des Virus sowie einer Leberschädigung (erhöhtes Leberenzym, Anzeichen einer Schädigung bei Untersuchung des Lebergewebes unter einem Mikroskop) zeigen.

Die Behandlung mit Baraclude sollte von einem Arzt eingeleitet werden, der in der Behandlung der chronischen Hepatitis B erfahren ist.

Baraclude wird einmal täglich eingenommen. Die Dosis richtet sich danach, ob der Patient im Vorfeld bereits wegen chronischer Hepatitis B mit einem Arzneimittel derselben Gruppe (Nukleosidanalogon, wie z. B. Lamivudin) behandelt worden ist. Patienten, die zuvor noch nicht mit einem Nukleosidanalogon behandelt wurden, erhalten eine Dosis von 0,5 mg, während die Dosierung von 1 mg bei Patienten angewendet wird, die zuvor Lamivudin erhalten haben, nun aber Lamivudin- „refraktär“ sind . Die 0,5-mg-Dosis kann zum Essen oder unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden. Die 1-mg-Dosis muss hingegen mindestens 2 Stunden vor oder 2 Stunden nach einer Mahlzeit eingenommen werden. Die Dosierung ist bei Niereninsuffizienz entpsrechend anzupassen. Die Behandlungsdauer hängt davon ab, wie der Patient auf die Behandlung anspricht.

 

Der Wirkstoff Entecavir, ist eine antivirale Substanz und gehört zur Klasse der Nukleosidanaloga. Er beeinträchtigt die Aktivität eines Virusenzyms, der DNA-Polymerase, das bei der Bildung der viralen DNA eine Rolle spielt. Entecavir stoppt die DNA-Produktion durch das Virus und hindert es so daran, sich weiter zu vermehren und zu verbreiten. Die Wirksamkeit von Baraclude bei chronischer Hepatitis B wurde im Rahmen von 3 Hauptstudien mit derjenigen von Lamivudin verglichen.





LYRICA - neue Indikation

Neue Indikation für Lyrica (Wirkstoff: Pregabalin) von Pfizer

Für Patienten mit generalisierten Angststörungen gibt es jetzt eine neue Therapie-Option: das Antiepileptikum Pregabalin. Es ist vor kurzem von der europäischen Zulassungsbehörde EMEA für diese Indikation zugelassen worden.


Patienten mit generalisierten Angststörungen treten in Praxen niedergelassener Ärzte fast genauso häufig auf wie Patienten mit Depressionen, so Professor Hans-Jürgen Möller von der Psychiatrischen Klinik der Ludwig-Maximilians-Universität München.


Solche Patienten sind ohne konkrete Ursachen ständig übermäßig besorgt, dazu kommen oft eine motorische Anspannung mit Ruhelosigkeit, Spannungskopfschmerz oder Zittern und autonome Überaktivität wie Schwitzen, Benommenheit und epigastrische Beschwerden.

 

Mit dem Wirkstoff Pregabalin (Lyrica) gibt es nun eine neue Therapie-Option bei Patienten mit Angststörungen. Das Medikament wirkt ähnlich gut wie das Benzodiazepin Alprazolam und schneller als das Antidepressivum Venlafaxin. Dies haben Vergleichsstudien ergeben. In den Studien hat Pregabalin bei 52 % der Patienten in vier bis acht Wochen die Symptome, gemessen mit der Hamilton-Anxiety-Rating-Skala, um mindestens 50 % reduziert.
Außerdem ist Pregabalin gut verträglich.

 

In Zulassungsstudien mit 2113 Patienten haben bei einer Dosierung von 400 mg pro Tag nur 6 % die Therapie wegen - transienter - unerwünschter Wirkungen wie Schläfrigkeit abgebrochen, bei 600 mg pro Tag, der maximalen Dosis, waren es 14 %.




Jurnista - Hydromorphon 1 x täglich in intelligenter Galenik

Jurnista - Hydromorphon 1 x täglich in intelligenter Galenik

 

Gegen opioidpflichtige chronische Schmerzen steht in den nächsten Tagen mit Jurnista zum ersten Mal Hydromorphon zur 1 x täglichen Einnahme zur Verfügung. Das osmotisch aktive System Jurnista, das auf der sogenannten OROS-Technologie basiert, ermöglicht eine Schmerzlinderung durch Hydromorphon über ein 24 Stunden-Intervall. Damit wird die Therapie chronischer Schmerzpatienten in vielerei Hinsicht einfacher: Betroffene können das System einfach wie eine Tablette z. B. morgens schlucken und müssen nicht mehrfach am Tag an ihre Schmerzmedikamente denken, denn ihre Schmerzen sind rund um die Uhr gelindert. Sie schlafen besser und können schneller zu Alltagsaktivitäten zurückkehren.

Somit verbindet Jurnista erstmals die Vorteile der oralen Darreichungsform, nämlich die einfache Einnahme und die schnelle Dosisfindung mit den Vorteilen der transdermalen Applikation, nämlich die gleichmäßigen Wirkspiegel und eine längere Wirkdauer




Arthrex Schmerzgel auf den Markt

Arthrex Schmerzgel auf den Markt

 

Ab sofort steht als Nachfolgepräparat von Arthrex Cellugel von 1 A Pharma Arthrex Schmerzgel zur Verfügung.
Das rezeptfreie Diclofenac-Gel wird eingesetzt zur symptomatischen Behandlung von Schmerzen bei akuten Zerrungen, Verstauchungen oder
Prellungen im Bereich der Extremitäten infolge stumpfer Traumen, z. B. Sportverletzungen.
Da das Gel außerdem angenehm kühlend ist, wird die antiphlogistische Wirkung noch unterstützt.
Arthrex Schmerzgel steht in Packungsgrößen mit 100 g und 150 g zur Verfügung.

Weitere Angaben zum Präparat finden Sie in der nachfolgenden Fachinformation.




MabThera in Europa zugelassen

MabThera zur Erhaltungstherapie bei Patienten mit einer verbreiteten Form der Lymphknotenerkrankung in Europa zugelassen.

 

Roche gab bekannt, dass die Europäische Kommission MabThera (Rituximab) als Erhaltungstherapie für Patienten mit rezidivem oder refraktärem follikularem Non-Hodgkin Lymphom (NHL), der verbreitetsten Form des indolenten NHL, zugelassen hat. Im Vergleich zu einer standardmässigen Behandlung reduziert die Erhaltungstherapie mit MabThera das Sterberisiko um fast die Hälfte (48%) bei Patienten, die an dieser Form des NHL leiden.
Die Erhaltungstherapie mit MabThera ist seit 30 Jahren die erste Behandlung, die das Leben dieser Patienten in solch einem Umfang verlängert. Die schnelle Zulassung der Erhaltungstherapie mit MabThera spiegelt den enormen Nutzen für das Überleben der Patienten wider, den diese Medizin ihnen bieten kann und gibt gleichzeitig neue Hoffnung, diese Krankheit kontrollieren zu können.

MabThera wurde in der EU zuvor zur Ersttherapie sowohl von aggressivem und indolentem NHL (in Kombination mit einer Chemotherapie) als auch als Monotherapie für die Zweitbehandlung von indolentem NHL zugelassen. Diese neue Indikation gibt Patienten mit rezidivem follikularem NHL eine bessere Chance, länger ohne Krankheit zu leben und bietet ihnen weitere 3 Jahre ohne neue Chemotherapie-Behandlungen.

Die sog. Label Extension basiert auf den eindrucksvollen Ergebnissen der in 18 Ländern weltweit durchgeführten EORTC (European Organisation for Research and Treatment of Cancer) 20981 Studie, die im Dezember 2005 auf der 47. Jahrestagung der American Society of Hematology in Atlanta vorgestellt wurde. Weitere Einzelheiten über den Aufbau und die Ergebnisse der Studie finden Sie hier:

Informationen zur Pivot-Studie EORTC 20981




TYSABRI (Natalizumab) erhält EU-Zulassung

TYSABRI erhält EU-Zulassung zur Behandlung schubförmig-remittierender Multipler Sklerose

Biogen Idec und Elan Corporation melden, dass sie für TYSABRI™ (Natalizumab) die Zulassung durch die Europäische Kommission erhalten haben. TYSABRI - (Natalizumab) ist für die krankheitsmodifizierende Monotherapie von hochaktiver, schubförmig remittierend verlaufender Multipler Sklerose (MS) indiziert bei folgenden Patientengruppen: Bei Patienten mit hoher Krankheitsaktivität trotz Behandlung mit einem Interferon beta oder bei Patienten mit rasch fortschreitender schubförmig remittierend verlaufender MS.

Die Zulassung wurde erteilt auf Basis der 2-Jahres-Daten aus den klinischen Phase-III-Studien mit TYSABRI™, den Ergebnissen der umfassenden Sicherheitsevaluation, vorgeschlagener Produktkennzeichnungen und einem Therapie-Monitoring-Plan. Dieser wurde entwickelt, um Ärzte und Patienten über Vorteile und Risiken einer Behandlung mit TYSABRI (Natalizumab) aufzuklären und das potenzielle Risiko einer progressiven multifokalen Leukoenzephalopathie (PML) sowie anderer opportunistischer Infektionen zu minimieren.

Das Medikament bietet Patienten, die mit dieser zu Behinderungen führenden Erkrankung leben, eine wichtige neue Therapieoption und gehört zu den bedeutendsten Fortschritten in der MS-Behandlung seit nahezu 10 Jahren.

Die Zulassung folgt einer am 28. April 2006 ausgesprochenen positiven Empfehlung zur Marktzulassung von TYSABRI durch das Committee for Medicinal Products for Human Use (CHMP). Das CHMP ist der Wissenschaftsausschuss der europäischen Zulassungsbehörde EMEA (European Medicines Agency).

Mehr Informationen über TYSABRI erhalten Sie im Internet unter www.tysabri.de oder www.elan.com.

 

[Hier] ist eine Fachinformation verfügbar.

Gebrauchsinformation finden Sie [hier]




POSTERISAN

Posterisan


In völlig neuem Design präsentiert sich Posterisan seit April 2006. Sowohl die Salbe als auch die Zäpfchen zur Behandlung von Analerkrankungen und Hämorrhoiden sind in der neuen Verpackung mit der Farbkombination weiß, türkis, blau und leuchtend grün erhältlich. Posterisan enthält einen Wirkkomplex aus inaktivierten Mikroorganismen (korpuskuläre Bestandteile und Stoffwechselprodukte von Escherichia coli), der bei lokaler Applikation eine Immunantwort auslöst und die natürlichen Abwehrkräfte steigert. Das Abheilen entzündlicher Hautveränderungen und Wunden soll dadurch gefördert werden. Eine 2-mal tägliche Anwendung wird empfohlen.




Alvesco (Ciclesonid)

Alvesco (Ciclesonid)


Zulassungserweiterung: Alvesco (Ciclesonid) ist seit 5. April 2006, ein Jahr nach Produkteinführung, jetzt auch für jugendliche Patienten ab 12 Jahren zugelassen. Das inhalative Glucocorticoid dient der Behandlung von chronischem Asthma bronchiale. Ciclesonid wird erst in der Lunge aktiviert und rasch an Proteine gebunden bzw. metabolisiert. Systemische Nebenwirkungen sind daher nur bei Langzeitanwendung hoher Dosen zu erwarten. Da die lipophilen Konjugate des Wirkstoffs lange in der Lunge verbleiben, reicht eine einmal tägliche Anwendung, vorzugsweise abends, aus. Das verschreibungspflichtige Dosieraerosol ist in den Stärken 80 und 160 Mikrogramm erhältlich.




Rosiced Creme

 

Die neue Rosiced Creme enthält das Antibiotikum Metronidazol (7,5 mg Metronidazol/g Creme) und wird zur Behandlung der Rosaceae (Gesichtsrose) eingesetzt. Das verschreibungspflichtige Präparat ist keine Creme oder Emulsion im üblichen Sinne, sondern eine Suspension aus Monoglycerid-Kristallen in Wasser. Die Flüssigkristalltechnologie ist unter dem Namen Crystalip patentiert worden. Die besondere Galenik ist darauf optimiert, Metronidazol effektiv und gut verträglich an den Talgdrüsen der Haut freizusetzen. Bei Zimmertemperatur ist der Wirkstoff Metronidazol in die vielen Lipid-Doppelschichten der Creme eingearbeitet. Diese schmelzen beim Auftragen auf die Haut, beschleunigen die Hautpenetration von Metronidazol und setzen es schließlich frei.

Die Rosiced Creme ist sehr gut verträglich, da sie keine zusätzlichen Konservierungsstoffe enthält. Ein weiterer Vorteil der neuen Galenik ist, dass die Patienten Rosiced deutlich unter zwölf Wochen anwenden müssen. Das Präparat sollte zweimal täglich über sechs Wochen dünn aufgetragen werden.




Clarelux


enthält das topische Kortikosteroid Clobetasolpropionat in einer Konzentration von 0,05%. Der Schaum eignet sich zur Therapie der Psoriasis (Schuppenflechte) speziell auf der Kopfhaut. Clarelux bildet nach der Entnahme aus dem Behältnis ein wärmesensibles Schaumpolster. Nach dem Auftragen auf der Haut schmilzt der Schaum durch die Körperwärme und der Wirkstoff kann absorbiert werden. Das verschreibungspflichtige Produkt hinterlässt keine wahrnehmbaren Rückstände auf der Kopfhaut und ist einfach anzuwenden. Klinische Studien zeigen, dass die Symptomatik der Kopfhautpsoriasis unter der Anwendung von Clarelux genauso wirksam verbessert wird, wie durch eine entsprechende Lösung zum Auftragen auf die Haut. 




Macugen


mit dem Wirkstoff Pegaptanib ist zugelassen für die Behandlung der feuchten Form der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD), die schnell voranschreitet und zu einem Verlust des zentralen Sehvermögens (bis hin zur Erblindung) führt. Die feuchte AMD äußert sich in veränderter Farbwahrnehmung sowie verbogenen und verzerrten Bildern. Durch vermehrte Ausschüttung von Wachstumsfaktoren wie VEGF (vaskulärer endothelialer Wachstumsfaktor) kommt es zur Bildung neuer krankhafter Blutgefäße, Blut und Flüssigkeit treten in die Netzhaut aus. Pegaptanib kann als chemisch synthetisiertes Oligonukleotid wie ein Antikörper an VEGF binden und die Signalweiterleitung unterbrechen. Bei rechtzeitiger Diagnose und Behandlung kann der Verlust der Sehkraft verlangsamt oder sogar gestoppt werden. Die fertige Lösung wird alle sechs Wochen unter Lokalanästhesie aus einer Fertigspritze intravitreal (direkt in den Glaskörper) in das betroffene Auge injiziert. Zusätzlich wird ein lokales Breitspektrum-Antibiotikum verabreicht.




Preotact

Preotact

Das erste naturidentische, langkettige und rekombinante humane Parathormon für postmenopausale Osteoporose-Patientinnen mit hohem Frakturrisiko wurde am 24. April 2006 unter dem Handelsnamen Preotact europaweit zugelassen. Das neue Produkt mit thermostabilem Parathormon hat laut Herstelleraussagen folgende physiologische Wirkungen: Stimulation der Knochenneubildung durch direkte Effekte auf die Osteoblasten, Wiederherstellung der Knochenqualität und quantität durch Zunahme der Knochendichte, Verbesserung der ossären Mikroarchitektur und Aufbau von stärkerem, frakturresistenten Knochen.

Preotact steht als gebrauchsfertige Lösung zur Verfügung und wird von der Patientin selbst in einer Dosierung von 1-mal täglich 100 Mikrogramm subkutan verabreicht. Die Injektion erfolgt mit einem speziell für Preotact im Hinblick auf ältere Patienten entwickelten Pen. Aufgrund seiner vergleichbar hohen Thermostabilität muss Preotact nach Angaben des Herstellers nicht ständig gekühlt aufbewahrt werden, was die Anwendung beispielsweise auf Reisen erleichtert.




Bravelle

enthält natürliches humanes FSH (Follikelstimulierendes Hormon = Urofollitropin) in hochgereinigter Form und ist seit dem 18. April 2006 für die Therapie der weiblichen Unfruchtbarkeit (zur so genannten assistierten Reproduktionstechnologie, z. B. In-vitro-Fertilisation) erhältlich. Bisher enthielten Präparate rekombinantes FSH, das also mit Hilfe gentechnisch veränderter Bakterien hergestellt wurde. Bravelle hat die gleiche pharmakologische Wirksamkeit wie rekombinantes FSH, ein vergleichbares Sicherheitsprofil und Nebenwirkungsspektrum, ist aber preislich günstiger. Bravelle wird subkutan injiziert. Dazu muss das pulverförmige hochgereinigte humane FSH vor der Injektion aufgelöst werden. Anschließend kann sich die Patientin das Präparat selbst subkutan spritzen, die Injektion selbst ist schmerzarm.




EXUBERA


Das weltweit erste inhalative Human-insulin (Exubera) für erwachsene -Patienten mit Diabetes ist seit dem 15. Mai 2006 als Alternative zur Insulinspritze erhältlich. Zugelassen ist Exubera für Typ-2-Diabetiker, die mit oralen Antidiabetika nicht optimal eingestellt werden können und eine Insulintherapie benötigen, sowie für Typ-1-Diabetiker zusätzlich zu lang wirksamem oder verzögert wirkendem subkutanem Insulin. Der Wirkstoff liegt in Form eines Pulvers in Einzeldosis-Blisterpackungen vor. In jedem Einzelblister sind 1 mg bzw. 3 mg Humaninsulin enthalten. Das inhalative Insulin wirkt etwas schneller als subkutanes Insulin, erzielt aber vergleichbare Blutzuckerwerte. Von Vorteil ist der erhöhte Behandlungskomfort. Inhaliert wird in der Regel unmittelbar vor einer Mahlzeit. Raucher dürfen Exubera jedoch nicht anwenden, erst nach sechs Monaten Rauchstopp. Auch für Patienten mit Asthma oder COPD eignet sich das inhalative Insulin nicht.
Für die Applikation ist ein spezieller Inhalator erforderlich.

Eine Blisterkarte enthält sechs perforierte Einzeldosis-Blisterpackungen, fünf Blisterkarten befinden sich in einer Schale aus Kunststoff . Das Inhaltationsgerät (Mitte geschlossen, rechts geöffnet) wird mit diesen Blistern bestückt. Durch einen Handgriff wird Druck aufgebaut, der den Blisterinhalt in der Inhalationskammer verteilt. Das Humaninsulin kann dann mit einem langsamen und gleichmäßigen Atemzug inhaliert werden.




Azaron before Tropen Gel


Azaron before Tropen Gel mit 24,5 % DEET (Diethyltoluamid) schützt die Haut 8-12 Stunden vor Moskitos, Mücken und Bremsen. Es ist wasserfest und deshalb besonders geeignet für tropische Klimazonen. Nicht nur die tagaktiven, sondern auch die nachtaktiven Mücken sollen mit Azaron before Tropen Gel auf Abstand gehalten werden.




Spenglersan Kolloide


Die Tropfflaschen der Spenglersan Kolloide wurden umgerüstet und mit Pumpsprühköpfen ausgestattet, um die Handhabung zu vereinfachen und die Dosierung zu standardisieren. Pro Hub wird eine exakt definierte Menge Arzneimittel feinst versprüht. Dabei entspricht 1 Sprühstoß exakt 1 Tropfen. Das feine Aerosol legt sich auf die Haut oder Schleimhaut ohne "abzuperlen", so dass die Wirkstoffe vollständig aufgenommen werden können.

Bei den Spenglersan Kolloiden handelt es sich um homöopathische, mikrobiologische Immunmodulatoren aus Antigenen und Antitoxinen häufiger Infektionserreger, potenziert auf D9. Diese werden in eine möglichst zarte Hautstelle (Innenseite der Ellenbeuge, Oberschenkel oder Bauchhaut) eingerieben, oder aber -  neu - auch auf die Schleimhäute im Mund- und Rachenraum oder Vaginalbereich aufgesprüht.

Durch diese Immuntherapie soll das körpereigene Abwehrsystem gestärkt werden, um später mit ähnlichen Infektionen schneller und besser fertig zu werden.




Cialis

Cialis


Die Packungen des Phosphodiesterase 5-Hemmers Cialis (Tadalafil) sind seit Ende Februar 2006 mit neuen Originalitätsmerkmalen ausgestattet, die sich an den Sicherheitsmerkmalen von Banknoten orientieren: Beide Packungslaschen sind bereits mit einem durchsichtigen Siegel, das das farbige Logo trägt, gegen unberechtigtes Öffnen gesichert. Auf den neuen Packungen befindet sich nun auch ein ovales Hologramm, in welchem stilisierte Umrisse von Cialis-Tabletten hin und her irisieren, wenn man die Packung bewegt. Auf der Folienseite der Blister ist jetzt unten rechts ein zusätzliches Tintenlogo von Lilly ICOS angebracht, welches bei flachem Liegen dunkelrot leuchtet und beim Wenden in Grün übergeht. Kriminelle Nachahmungen und die Verbreitung gefälschter Arzneimittel sollen so unterbunden werden.

Cialis dient der Behandlung der erektilen Dysfunktion.




Sand-immun Optoral sowie Immunosporin 25 mg Kapseln

Sand-immun Optoral sowie Immunosporin 25 mg Kapseln
Aus produktionstechnischen Gründen kommt es zur Blisteränderung bei Sand-immun Optoral sowie Immunosporin 25 mg Kapseln. Zur besseren Versiegelung der Blister werden die Blisterhöfe (die Ausbuchtungen, in denen die Kapseln enthalten sind) geringfügig vergrößert.
Beide Ciclosporin-Präparate bleiben ansonsten unverändert. Das Immunsuppressivum Sandimmun Optoral soll Abstoßungsreaktionen nach Transplantationen verhindern und wird zudem nach Knochenmarkstransplantationen sowie beim nephrotischen Syndrom eingesetzt. Immunosporin  dient der Behandlung von Autoimmunerkrankungen (schwere Formen der rheumatoiden Arthritis, Psoriasis, atopische Dermatitis und endogene Uveitis).




MOBILAT AKUT

Mobilat aktiv Salbe


hat die Nachzulassung erhalten. Die Kombination aus Chondroitinpolysulfat und Salicylsäure wirkt entzündungshemmend, schmerzstillend und bindegewebsregenerierend. Eine schnelle Wirkstofffreisetzung und hautpflegende Substanzen fördern den Heilungsprozess. Somit eignet sich Mobilat aktiv Salbe zur unterstützenden lokalen Behandlung bei stumpfen Traumen und Sportverletzungen wie Prellungen, Zerrungen und Verstauchungen.




Sandoglobulin Liquid

Sandoglobulin Liquid


Seit März 2006 ist das hochkonzentrierte Immunglobulin-Präparat Sandoglobulin Liquid erhältlich. Die gebrauchsfertige Lösung zur intravenösen Infusion ersetzt fehlende Antikörper bei primären (angeborenen) und sekundären (erworbenen) Immundefekten.




VISTABEL

Vistabel


Unter dem Handelsnamen Vistabel ist der verschreibungspflichtige Wirkstoff Botulinumtoxin Typ A für die Behandlung der Glabellafalte bei erwachsenen Männern und Frauen zugelassen worden. Die starken Falten zwischen den Augenbrauen werden im Volksmund auch Zornesfalten genannt. Sie können die Mimik des Gesichts negativ beeinflussen und einen traurigen, zornigen oder auch müden Eindruck vermitteln. Für manche Betroffene kann das sehr belastend sein. Durch die nahezu schmerzfreie Injektion kleinster Mengen Botulinumtoxin direkt in die betroffenen Muskelpartien werden die Nervenimpulse gezielt blockiert und damit die faltenverursachende Muskulaturaktivität reduziert. Eine Wirkung tritt 24 bis 48 Stunden später ein und hält bis zu vier Monate an.

Laut Hersteller ist Vistabel das einzige Präparat mit Botulinumtoxin, das in Deutschland für die ästhetische Medizin zugelassen ist. Die Fläschchen mit 50 Einheiten sind auf den konkreten Bedarf des Arztes und seiner Patienten ausgerichtet.




Saseem Mundspray

Saseem Mundspray


ähnelt in der Grundzusammensetzung dem menschlichen Speichel und wird bei Mundtrockenheit (Xerostomie) eingesetzt. Das geschmacksneutrale Spray auf pflanzlicher und mineralischer -Basis kann beliebig oft und langfristig verwendet werden.

Im Gegensatz zu Hausmitteln (viel trinken, Bonbons lutschen) soll die Speichelersatzflüssigkeit laut Herstellerangaben effizient und nachhaltig wirken, denn das Carrageenan aus Meeresalgen kann viel Feuchtigkeit binden und an die trockene Mundschleimhaut abgeben. Daneben ist Dexpanthenol zur Pflege der Schleimhaut sowie Fluorphosphat zur Vorbeugung von Karies enthalten. Mundtrockenheit ist eine physiologische Alterserscheinung, kann aber auch im Rahmen verschiedener Krankheiten sowie als Nebenwirkung von Therapien (Chemo- oder Strahlentherapie) und bei der Einnahme von Medikamenten auftreten.

 

In der Folge kommt es zu  Problemen sowohl beim Schlucken als auch beim Sprechen, die Geschmackswahrnehmung ist beeinträchtigt, Mundgeruch und ein starkes Durstgefühl entstehen und als medizinische Folge der verringerten Speichelproduktion werden Zahnfleischentzündungen und Karies begünstigt. Saseem Mundspray ist als Medizinprodukt zu 60 ml (mit 280 Sprühstößen) im Handel.




Opipramol-Sandoz

Opipramol-Sandoz 50 mg Filmtabletten


Das trizyklische Antidepressivum Opipramol zur Therapie generalisierter Angststörungen und somatoformer Störungen (körperliche Beschwerden beispielsweise mit Schmerzen oder Schwindel ohne medizinisch nachweisbare organische Ursache) ist jetzt auch von Sandoz als Generikum im Handel: Opipramol-Sandoz 50 mg Filmtabletten.
Die Packungen mit 20, 50 und 100 Filmtabletten sind alle mit Blindenschrift-Prägung des Präparatenamens versehen.




Tobradex Augentropfensuspension

Tobradex Augentropfensuspension


kombiniert das Antibiotikum Tobramycin mit dem Kortikoid Dexamethason. Die verschreibungspflichtigen Augentropfen werden nach einer Kataraktoperation (Grauer Star) eingesetzt und sollen intraokulare Entzündungen und bakterielle Kontaminationen der Augenoberfläche reduzieren. Bislang stand Tobramycin in Tobramaxin -Augentropfen und -salbe zur Verfügung.




Alendron-Sandoz -einmal -wöchentlich 70 mg-Tabletten

Alendron-Sandoz -einmal -wöchentlich 70 mg-Tabletten


ist ein weiteres Generikum zu Fosamax (MSD). Die Tabletten mit dem Bisphosphonat Alendronsäure dienen der Behandlung der postmenopausalen Osteoporose und sind zur wöchentlichen Einmal-gabe bestimmt. Packungsgrößen zu 4 und 12 Tabletten sind erhältlich, in Monatsblistern. Durch Kalenderfelder und Aufkleber sollen sich Patienten den Tag der wöchentlichen Einnahme besonders gut merken können.




Alluna Tag

Alluna Tag

zur Beruhigung wird bei Unruhezuständen für Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren empfohlen. Die überzogenen Tabletten enthalten 125 mg Trockenextrakt aus Baldrianwurzel und 250 mg Trockenextrakt aus Passionsblume. Baldrian wirkt spasmolytisch und muskelrelaxierend und hat sich bei nervöser Unruhe bewährt.  Passionsblume eignet sich bevorzugt als Tagessedativum und wirkt nicht nur beruhigend, sondern auch leicht angstlösend und stimmungsaufhellend. Ein- bis zweimal täglich sollten 2 Tabletten eingenommen werden.

Für die Nacht kann Alluna Nacht zum Einschlafen mit Baldrian und Hopfen empfohlen werden.




Ibudolor Kindersaft

Ibudolor Kindersaft


enthält 100 mg Ibuprofen pro 5 ml Suspension und dient der Behandlung von leichten bis mäßig starken Schmerzen und Fieber bei Kindern ab dem Alter von 6 Monaten. Die rezeptfreie Suspension ist frei von Zucker, Farbstoffen und Alkohol und schmeckt nach Erdbeere. Vor Gebrauch muss die Flasche gut geschüttelt werden. Mittels beigelegtem Messlöffel kann die Dosis altersgerecht bzw. dem Gewicht des Kindes entsprechend portioniert werden.




Ivabradin (Procoralan)

Ivabradin (Procoralan)


gehört in die neue Substanzklasse der If-Kanal-Hemmer bzw. If-Inhibitoren. Der If-Kanal im Sinusknoten reguliert die Herzfrequenz, so dass durch seine Hemmung die Herzfrequenz gesenkt werden kann. Der Sauerstoffverbrauch des Herzmuskels wird verringert, der koronare Blutfluss erhöht. Ivabradin ist daher zuge-lassen zur symptomatischen Behandlung der chronisch stabilen Angina pectoris bei Patienten mit normalem Sinusrhythmus, bei denen Betablocker kontraindiziert sind oder nicht vertragen werden.
Die teilbaren verschreibungspflichtigen Filmtabletten stehen zu 5 mg und 7,5 mg zur Verfügung und sollten zweimal täglich zu den Mahlzeiten eingenommen werden. Die Dosis beträgt zu Anfang 10 mg täglich (morgens und abends 5 mg), kann aber nach drei bis vier Wochen auf 15 mg täglich erhöht werden. Bei bradykarden Symptomen wie Schwindel, Müdigkeit und Hypotonie kann die Dosis auch auf 5 mg täglich (zweimal eine halbe Tablette) verringert werden. An Nebenwirkungen können zudem lichtbedingte Symptome (so genannte Phosphene) auftreten. Diese werden als vorübergehend verstärkte Helligkeit in einem begrenzten Bereich des Gesichtsfeldes beschrieben.




Xyrem

Xyrem


mit dem Wirkstoff Natriumoxybat ist zugelassen für die Behandlung von Kataplexien bei erwachsenen Patienten mit Narkolepsie. Hauptsymptome der Narkolepsie sind: zwanghafte Schlafanfälle am Tag von minutenlanger Dauer, plötzlicher Tonusverlust der willkürlichen Muskulatur mit Sturzgefahr (Kataplexie) und Wachanfälle während des Einschlafens oder Aufwachens mit so genannter Schlaflähmung. Die Kataplexie wird ausgelöst durch Gefühle wie Freude, Ärger oder Überraschung. Dabei sind kurzzeitige, leichte Schwächegefühle in den Knien, aber auch ein totaler Kollaps möglich.
Das Bewusstsein bleibt jedoch erhalten. Natriumoxybat, auch unter dem Namen Gamma-Hydroxybuttersäure bekannt, ist ein natürlicher Bestandteil im Gehirn von Säugetieren und gegen alle drei Hauptsymptome der Narkolepsie wirksam. Als Betäubungsmittel muss die Lösung zur oralen Einnahme auf einem gesonderten BtM-Rezept verordnet werden und unterliegt auch sonst den betäubungsmittelrechtlichen Vorschriften. Aufgrund des bekannten Missbrauchspotentials sollten Patienten vom therapierenden Arzt hinsichtlich eines Drogenmissbrauchs in der Vorgeschichte untersucht werden. Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 4,5 g Natriumoxybat (9 ml Xyrem) pro Tag. Zwischen den Dosissteigerungen sollte ein Abstand von mindestens zwei Wochen liegen. Die Dosis, die in zwei Hälften (unmittelbar vor dem Schlafengehen und 2,5 bis 4 Stunden später) eingenommen werden soll, muss vor der Einnahme mit je 60 ml Wasser verdünnt werden. Es wird empfohlen, auch die zweite Xyrem-Dosis bereits vor dem Zubettgehen vorzubereiten und beispielsweise auf dem Nachttisch bereit zu stellen.




Aptivus

Aptivus


Tipranavir ist ein neuer Wirkstoff aus der Klasse der Protease-Inhibitoren und unter dem Namen Aptivus im Handel. Als erster nicht-peptidischer Proteasehemmer dient er der Behandlung von HIV-Infektionen im Rahmen einer Kombinationstherapie bei mehrfach vorbehandelten erwachsenen Patienten, bei denen sich Resistenzen entwickelt haben. Zur Erhöhung der Plasmakonzentration muss gleichzeitig niedrig dosiertes Ritonavir (Norvir) als so genannter pharmakokinetischer Verstärker eingenommen werden.
Jede Aptivus-Weichkapsel enthält 250 mg Tipranavir. Zweimal täglich sollten 500 mg, in Kombination mit 200 mg Ritonavir, eingenommen werden. Aptivus ist bei 2-8 °C zu lagern. Nach dem ersten Öffnen der Flasche können die Kapseln bis zu 60 Tagen bei Temperaturen unterhalb 25 °C aufbewahrt werden.




NOXAFIL

Noxafil

 

Noxafil enthält das Triazol-Derivat Posaconazol und ist zugelassen zur Behandlung schwerer invasiver Pilzerkrankungen bei Erwachsenen, bei denen andere Antimykotika nicht gewirkt haben oder nicht vertragen wurden. Die Suspension zur oralen Einnahme sollte in einer Dosierung von je 400 mg (10 ml) zweimal täglich zu den Mahlzeiten verabreicht werden. Kann der Patient keine Nahrung zu sich nehmen, streckt sich die Einnahme auf viermal täglich 200 mg.




REVATIO

Revatio


Unter dem Namen Revatio wird der Phosphodiesterase-(PDE)-5-Hemmer Sildenafil in Zukunft eine neue Einsatzmöglichkeit bekommen: Bereits im November 2005 wurde die Zulassung für die Behandlung der pulmonal-arteriellen Hypertonie (PAH) erteilt. Patienten mit der seltenen, aber lebensbedrohlichen Erkrankung der Lungengefäße, für die es bis jetzt nur wenige effektive Medikamente gibt, erhalten somit eine neue, wirksame und gut verträgliche Therapieoption. Die Tabletten mit 20 mg Wirkstoff zur dreimal täglichen Einnahme sollen voraussichtlich ab Januar 2006 zur Verfügung stehen.




Mucofalk Fit

Mucofalk Fit


ist als einziges Präparat mit Plantago ovata Samenschalen zugelassen zur Therapie von leicht bis mäßig erhöhten Cholesterinwerten zusätzlich zu einer Diät bei Erwachsenen und Kindern ab dem zwölften Lebensjahr. Indische Floh-samenschalen binden Gallensäuren, so dass diese vermehrt mit dem Stuhl ausgeschieden werden. In der Folge kommt es zu einer natürlichen Senkung des Gesamt- und des LDL-Cholesterins im Blut, ohne dass in den Metabolismus eingegriffen wird. Es wird empfohlen, täglich drei bis vier Beutel Granulat in mindestens 150 ml Flüssigkeit zu lösen und zu den Mahlzeiten einzunehmen.


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03.09.2010 - 19:07