

Non-Hodgkin-Lymphom

Ein Lymphom ist eine Vergrösserung bzw. Schwellung des Lymphsystems. Das Lymphsystem ist mit seinen Zellen über den ganzen Körper verteilt. Die Lymphknoten sind die prominentesten Vertreter, aber auch die Milz und verschiedene Zellen des Magen-Darm-Bereichs sowie im Rachen gehören dazu. Die Zellen des lymphpatischen Systems werden Lymphozyten genannt und haben eine wichtige Funktion im Immunsystem. Lymphknotenschwellungen können deshalb ein Zeichen für eine gut funktionierende Immunabwehr sein.´
Die Stammzellen der Lymphozyten, einer bestimmten Sorte von weißen Blutkörperchen, befinden sich im Knochenmark. Es werden B- und T-Lymphozyten unterschieden, die unterschiedliche Funktionen in der Immunabwehr einnehmen. Von diesen gutartigen (benignen) sind die bösartigen (malignen) Lymphomen zu unterscheiden. Sie entstehen durch einen Fehler im Erbgut der Abwehrzellen, die sich dadurch beständig vermehren ohne dass eine Entzündung im Körper vorliegt.
Symptome des Non Hodgkin Lymphoms
Das Hodgkin-Lymphom, benannt nach dem englischen Arzt Thomas Hodgkin, ist eine bösartige Erkrankung des Lymphsystems. Als Non-Hodgkin Lymphome (NHL) werden alle Lymphome bezeichnet, die nicht dem Morbus (Krankheit) Hodgkin zuzuordnen sind. Es handelt sich um einen Sammelbegriff der unterschiedliche maligne Erkrankungen des Lymphsystems umfasst. Bei den Non-Hodgkin-Lymphomen kommt es zur Entartung und unkontrollierten Vermehrung der Lymphozyten. In Lymphknoten und Milz findet die Ausbreitung der Tumorzellen, der so genannten Lymphomzellen, statt. Eines der auffallendsten Krankheitssymptome ist daher häufig eine Schwellung der Lymphknoten.
Zahlen zu NHL
In der Bundesrepublik Deutschland erkranken von 100.000 Einwohnern pro Jahr etwa 10-15 Menschen an den Non-Hodgkin-Lymphome, gemeinsam mit dem Morbus Hodgkin sind etwa 5 Prozent aller Tumorerkrankungen betroffen. NHL treten vor allem bei Menschen zwischen dem 40. und 70. Lebensjahr auf, das mittlere Erkrankungsalter liegt für Männer bei 60 Jahren, für Frauen bei 65 Jahren.
Therapie von NHL
NHL können langsam oder schnell voranschreiten und werden demnach als indolente oder aggressive Non-Hodgkin-Lymphome bezeichnet. Non-Hodgkin-Lymphome werden mithilfe einer Chemotherapie, mit Medikamenten, mit der Gabe von Stammzellen oder mit Bestrahlungen behandelt, in einigen Fällen auch mit Immunbehandlung. Mit Hilfe der intensiven Chemotherapie und durch die Einführung der Knochenmarktransplantation hat sich die Behandlung besonders hochmaligner NHL in den vergangenen Jahren deutlich verbessert. In frühen Stadien kann die Krankheit durch Chemotherapie bei vielen Patienten, in fort–geschrittenen Stadien bei rund 60 Prozent der Patienten vollständig geheilt werden.



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