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Rheumatoide Arthritis

Krankheitsbild Rheumatoide Arthritis
Die Rheumatoide Arthritis (R.A.) oft auch chronische Polyarthritis genannt, ist eine Erkrankung aus dem rheumatischen Formenkreis. Bei der RA sind vorwiegend die Gelenke von Entzündungs¬prozessen befallen, die kontinuierlich fortschreiten. Damit verbunden sind Schmerzen, Schwellung, Steifheit sowie ein Funktionsverlust der Gelenke. Charakteristisch ist ein symmetrisches Muster, d.h. ein beidseitiges Auftreten bei Hand oder Knie. Die Gelenkentzündungen kommt häufig an Hand- und Fingergrundgelenken vor, es können auch Gelenke an der Halswirbelsäule, an Ellbogen, Hüften, Knien und Füßen betroffen sein. Der Verlauf der RA ist sehr unterschiedlich, bei einigen Patienten dauert sie nur kurze Zeit, bei anderen verläuft die Erkrankung leicht bis mittelschwer. Dabei wechseln sich Schub-Phasen, in denen sich die Symptome verschlimmern, mit Phasen ab in denen die Patienten sich besser fühlen, sog. Remissionen.
Symptome der Rheumatoide Arthritis
Wenn das Zuknöpfen von Hemd oder Bluse, das Binden der Schuhe oder das Halten des Essbestecks zum Problem wird, können Außenstehende kaum erahnen, wie belastend die Einschränkungen durch die RA sind. Mit jeder Verschlimmerung der Krankheit nimmt die Einschränkung der Lebensqualität erheblich zu. Vor allem die Gelenk-Innenhaut (Synovia) ist von der Entzündung betroffen, auf die der Körper mit Abwehrreaktionen reagiert. Deutliche Schwellungen der Gelenke werden sichtbar, die wiederum heftige Schmerzen verursachen. Im späteren Stadium lassen sich die Veränderungen auf Röntgenbildern deutlich sehen: Zerstörungen des Gelenkknorpels sind erkennbar und der betroffene Knochen bildet sich eindeutig zurück. Auf zellulärer Ebene sind Immunreaktionen nachweisbar.
Zahlen zur Rheumatoiden Arthritis
In Deutschland leiden rund 550.000 erwachsene Menschen an rheumatoider Arthritis. Zwei Drittel davon sind Frauen. Die ersten Anzeichen von Beschwerden werden häufig bereits in der Lebensmitte um die Vierzig festgestellt. Männer erkranken meist zwischen dem 45. und 65. Lebensjahr, Frauen früher zwischen dem 25. und 35. Lebensjahr oder nach dem 50. Lebensjahr. Oftmals droht den Patienten innerhalb von weniger Jahren die Arbeitsunfähigkeit.
Therapie der Rheumatoide Arthritis
Als Behandlungsziel aller Therapieformen stehen Schmerzlinderung, Entzündungshemmung, Verhinderung weiterer Gelenkzerstörung sowie ein besseres Allgemeinbefinden und die Funktionsfähigkeit der Gelenke im Vordergrund. Verbreitete Therapiemassnahmen sind hierbei Medikamente, Krankengymnastik, physikalische Therapie (z.B. Kältepackungen, Unterwasserbewegungsbad), Ergotherapie, psychologische Schmerzbewältigung, und notfalls auch Operationen. Der Behandlungserfolg ist stark abhängig vom Therapiestart: ein optimales Behandlungsergebnis liegt bei 12-16 Wochen nach Krankheitsbeginn vor. Bei der medikamentösen Behandlung standen früher Rheumafaktoren und T-Zellen im Visier der Rheumatologen. Heute sind es die B-Zellen, ebenfalls Teil unseres Immunsystems, die im Fokus von Forschung und Therapie stehen. Das therapeutische Wirkprinzip neuer biologischen Substanzen nutzt die Mechanismen des menschlichen Immunsystems.

Weiterführende Links:
http://www.rheuma-liga.de/ http://www.rheuma-online.de/ http://www.rheumatoide-arthritis.de/ http://www.rheuma-info.de/ http://gelenkschmerz.msd.de/
Dokumente zum Download:
http://www.rheuma-liga.de/home/layout2/publikationen_2_0.html?css=klein http://www.rheumatoide-arthritis.de/de/service/c_merkblaetter_01.html http://www.rheuma-online.de/selbsthilfe/formularecke.html

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