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SOVENTOL

Wie setzt sich das Arzneimittel zusammen?

 

Hydrocortison acetat

2,5  mg

 

(SE) Hydrocortison

2,24  mg

 

(H) Isopropylalkohol

 

 

(H) Macrogol 400

 

 

(H) Ammoniaklösung 10 Prozent

 

 

(H) Paraffin, dickflüssiges

 

 

(H) Parfümöl

 

 

(H) Isopropyl myristat

 

 

(H) Decyloleat

 

 

(H) Carbomer

 

 

(H) Dinatrium edetat-2-Wasser

 

 

(H) Wasser, gereinigtes

 


 H: Hilfsstoff, E: Entspricht /  Darreichungsform: Creme /  Volumen-/Gewichts-Bezug: 1 g Creme

 

Bei welchen Erkrankungen wird das Arzneimittel angewendet?

Zur Behandlung von entzündlichen und allergischen Hautentzündungen mit geringer bis mittlerer Ausprägung der Beschwerden, die auf eine äußerliche Behandlung mit schwach wirksamen cortisonhaltiger Arzneimittel ansprechen.

 

In welchen Fällen darf das Arzneimittel nicht angewendet werden?

Gegen alle Arzneimittel können Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten, dann müssen Sie das Medikament sofort absetzen. Wenn schon eine Allergie gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels bekannt ist, darf es nicht angewendet werden.

 

Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden bei:

- Bestimmten Hauterscheinungen (Lues, Tuberkulose)

- Virusinfektionen (z.B. Varizellen, Herpes simplex, Herpes zoster)

- Impfreaktionen

- Pilzerkrankungen

- Bakteriellen Hautinfektionen

- Akne

- Erkrankung der Gesichtshaut (Rosacea)

- Kindern unter 6 Jahren (Achtung: Kinder bis zum vollendeten 6.Lebensjahr dürfen nur nach ärztlicher Verordnung mit dem Arzneimittel behandelt werden).

 

Eine großflächige und/oder langandauernde Anwendung des Arzneimittels sollte vermieden werden.

 

Besondere Vorsicht ist geboten bei Anwendung:

- Im Gesicht (insbesondere im Bereich der Augen, bei entsprechender Veranlagung Gefahr einer Erhöhung des Augeninnendrucks)

- Im Genital- oder Analbereich

- Im Umfeld von Hautgeschwüren

- Bei Kindern und älteren Menschen (Altershaut) infolge abgeschwächter Barriereleistung der Hornschicht bzw. einer größeren Körperoberfläche im Verhältnis zum Körpergewicht

 

Wie oft und in welcher Menge wird das Arzneimittel angewendet?

- Zu Beginn der Behandlung die Creme 2-3 mal täglich dünn auftragen.

- Nach Besserung der Beschwerden genügt meist eine einmalige Anwendung pro Tag oder alle 2-3 Tage.

 

Welche Nebenwirkungen können bei einzelnen Patienten auftreten?

- Allergische Hautreaktionen

 

Das Auftreten weiterer Nebenwirkungen ist wesentlich abhängig von Hautbeschaffenheit, Anwendungsart und -ort sowie der Anwendungsdauer. Folgende Nebenwirkungen können insbesondere bei längerdauernder Anwendung (über mehr als 2-3 Wochen) auftreten:

- Rückbildung der Haut

- Erweiterung kleiner oberflächlicher Hautgefäße

- Kleine Verletzungen mit flächenhaften Hautblutungen, klein- bis großflächige Blutungen unter der Haut

- Hautstreifen

- Steroidakne

- Vermehrter Körperbehaarung

- Hirsekorngroße, wasserklare Bläschen infolge einer Verlegung der Schweißdrüsengänge (Miliaria)

- Entzündung der Haut um den Mund

- Pigmentverschiebungen

- Überempfindlichkeit gegenüber Licht

- Bakterielle, virale Infektionen oder Pilzinfektion

 

Bei längerfristiger Anwendung in großen Mengen oder auf großen Flächen, insbesondere bei vorgeschädigter Haut mit reduzierter Barrierefunktion oder unter luftdichten Verbänden, muss mit den bekannten Cortisonwirkungen und -nebenwirkungen gerechnet werden.

 

Auf welche Weise wird das Arzneimittel angewendet?

- Die Creme wird nach sorgfältiger Reinigung der Haut dünn auf die erkrankten Hautpartien aufgetragen und leicht eingerieben.

- Nicht auf offenen Wunden auftragen

- Bei Anwendung im Gesicht ist darauf zu achten, dass die Creme nicht in die Augen gelangt (bei entsprechender Veranlagung besteht die Gefahr einer Erhöhung des Augeninnendrucks).

- Bei Säuglingen und Kleinkindern nicht unter luftdichten Verbänden anwenden.

 

Was ist zusätzlich zu beachten?

 

- Besonders anfällig für Hautschäden durch Cortison sind Gesicht, Unterarme und Handrücken, da sie der Sonnenbestrahlung ausgesetzt sind, was zu einer Verstärkung der Nebenwirkungen führen kann.

- Weisen die zu behandelnden Hautpartien Zeichen eines Pilzbefalls auf, so müssen zusätzlich örtlich anzuwendende Arzneimittel zur Bekämpfung des Pilzes angewendet werden.

- Bei der in der Praxis üblichen, örtlich und zeitlich begrenzten Anwendung werden keine bedeutsamen Mengen in den Körper aufgenommen.

- Bei langfristiger großflächiger Anwendung, insbesondere unter luftdichten Verbänden oder auf stark vorgeschädigter Haut, sind eventuell auftretende Kortisonwirkungen und -nebenwirkungen am ganzen Körper zu beachten.

- Bei einer gleichzeitigen Infektion durch Bakterien oder Pilze muss diese gesondert behandelt werden.

 

Therapieüberwachung/Kontrollmaßnahmen:

- Prinzipiell erfordert jede längerfristige Anwendung cortisonhaltiger Arzneimittel zum Auftragen auf die Haut eine ausreichende Kontrolle durch den Arzt.

 

SOVENTOL ist ein Produkt von

www.rentschler-selbstmedikation.de


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10.02.2012 - 09:57