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SYNVISC - Anwendung bei Arthrose

Was ist Synvisc?
Wie die körpereigene Flüssigkeit besteht Synvisc aus Hyaluronan. Diese Substanz ist ein natürlicher Bestandteil, der sich in allen menschlichen und tierischen Geweben und in hoher Konzentration in der Synovialflüssigkeit findet. Durch ein speziell von Genzyme entwickeltes Verfahren werden aus Hyaluronan zwei verbesserte chemische Substanzen gewonnen: Hylan A und Hylan B. Durch die Mischung dieser beiden Komponenten in einem definierten Verhältnis entsteht eine zähflüssige Kombination mit besonderen Eigenschaften.
Die dadurch erzielte einzigartige Molekularstruktur bewirkt, dass die physikalischen Eigenschaften von Synvisc vergleichbar sind mit der gesunden Synovialflüssigkeit eines jungen Erwachsenen.
Synvisc erfüllt dadurch im Gelenk die Funktion eines Gleitmittels und eines Stoßdämpfers.
Wie wird Synvisc bei Arthrose im Knie angewendet?
Bei der Behandlung mit Synvisc wird zunächst die krankhafte Synovialflüssigkeit aus dem Gelenk entfernt. Anschließend wird Synvisc in den Gelenkspalt injiziert. Dies ist durch vorherige Betäubung der Einstichstelle weitgehend schmerzfrei. Diese Behandlung wird noch zwei Mal im Abstand von jeweils einer Woche wiederholt. Der gesamte Behandlungszyklus ist also mit nur 3 Injektionen innerhalb von 14 Tagen abgeschlossen.
Wie wird Synvisc bei Hüftarthrose angewendet?
Bei der Behandlung mit Synvisc wird zunächst die krankhafte Synovialflüssigkeit aus dem Gelenk entfernt. Um sicherzustellen, dass Synvisc an die richtige Stelle injiziert wird, verwendet der Arzt während der Injektion ein Ultraschall- oder Röntgengerät zur Kontrolle.
Eine Injektion kann bereits zu einer Reduzierung der Schmerzen und zu einer verbesserten Beweglichkeit führen. Wenn der Patient jedoch das Gefühl hat, eine weitere Injektion könnte die Symptome noch verbessern, kann der Arzt ein bis drei Monate nach der ersten Behandlung eine weitere Injektion vornehmen.
Was ist nach der Injektion zu beachten?
Nach jeder Injektion sollte das Gelenk für mindestens 24 Stunden möglichst ruhig gestellt werden. Es sollen keinerlei belastende Aktivitäten (z. B. Sport) zwischen den wöchentlichen Behandlungen der Kniearthrose oder unmittelbar nach der Behandlung der Hüftarthrose wahrgenommen werden. Einige Tage nach der letzten Injektion können und sollen wieder alle üblichen Bewegungen der Gelenke durchgeführt werden.
Wie schnell wirkt Synvisc?
Einige Patienten verspüren bereits nach der ersten Injektion eine Besserung der Symptome. Der vollständige Effekt wird jedoch normalerweise einige Wochen nach der Behandlung erreicht.
Klinische Studien belegen die hohe Effektivität von Synvisc. Mehr als 75% der am Knie behandelten Patienten fühlten sich nach dem ersten Behandlungszyklus mit Synvisc besser oder viel besser. Mehr als die Hälfte der an der Hüfte behandelten Patienten verspürten mindestens 50% weniger Schmerzen beim Gehen nach der Behandlung mit Synvisc.
Wie lange hält die Wirkung von Synvisc an?
Wir möchten daran erinnern, dass Arthrose durch Synvisc nicht geheilt und die Symptome nicht für immer beseitigt werden können. Bei vielen Patienten mit Kniearthrose ist der Behandlungserfolg noch nach 12 Monaten, bei Patienten mit Hüftarthrose noch nach 6 Monaten spürbar. Die Wirkung ist jedoch von Patient zu Patient unterschiedlich ausgeprägt.
Welche Nebenwirkungen können auftreten?
Synvisc enthält geringe Mengen an Vogelprotein und sollte von Patienten, die hierauf überempfindlich reagieren, nicht angewendet werden. Bitte informieren Sie daher Ihren Arzt bei bekannten Allergien gegen Hühnerprodukte (z.B. Eier).
Nach der Injektion können Schwellungen oder ein leichtes Ansteigen der Schmerzen auftreten. Diese vorrübergehenden Reaktionen können für einige Tage andauern, verhindern jedoch nicht notwendigerweise die Wirkung von Synvisc . Bei starken oder anhaltenden Symptomen konsultieren Sie bitte Ihren Arzt.
Sehr selten treten Nebenwirkungen in Form von Hautausschlag, Übelkeit oder Kopfschmerzen auf. Sollten Sie nach der Behandlung mit Synvisc irgendwelche beunruhigenden Symptome feststellen, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt.
Wo bekomme ich Synvisc?
Synvisc ist aufgrund seiner rein physikalischen Wirkweise nicht als Arzneimittel sondern als sogenanntes Medizinprodukt zugelassen. Es ist außerdem weder rezept- noch apothekenpflichtig. Die Anwendung darf jedoch nur durch einen Arzt erfolgen.
Die Kosten für das Produkt und die Behandlung werden im Allgemeinen von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen. Bei privaten Krankenkassen ist eine Kostenübernahme in der Regel möglich. 
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