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ZYBAN - die Arznei zum Aufhören

Für wen ist das Arzneimittel ZYBAN geeignet?
Die Zielgruppe sind Aufhörwillige und alle, die bereits einen Aufhörversuch unternommen haben. Alle, die motiviert sind, auf Zigaretten zu verzichten, können sich das Medikament ZYBAN von Ihrem Arzt verordnen lassen.
Wie wirkt das Raucher-Entwöhnungsmittel?
Der Wirkstoff von ZYBAN Amfebutamon, greift in einen komplizierten körpereigenen Wirkmechanimus ein: Nikotin setzt sich im Körper an eine bestimmte Bindungsstellen der Nervenzellen. In der Folge erhöhen sich die Konzentrationen der Botenstoffe Dopamin und Noradrenalin im Gehirn. Dopamin ist für den Genusseffekt, aber auch für die Sucht verantwortlich. Noradrenalin steigert die Aufmerksamkeit und die Leistungsfähigkeit des Körpers. Durch ständigen Zigaretten- bzw. Tabakgenuss gewöhnt sich der Körper an die erhöhte Konzentration dieser Botenstoffe.
Gibt jemand das Rauchen auf, fehlt dem Körper das gewohnte Nikotin. Der Anteil an Dopamin und Noradrenalin sinkt, und der Körper reagiert mit Konzentrationsstörungen, Reizbarkeit und "Heißhunger" nach der Droge.
Hier setzt die Wirkung von Amfebutamon ein. Es hält die Konzentration der beiden Botenstoffe im Gehirn konstant und verhindert damit die Entzugssymptome und das starke Verlangen nach der Zigarette. Der große Vorteil des Amfebutamon ist, dass es selbst nicht an den gleichen Bindungsstellen wie das Nikotin ansetzt und daher nicht dessen Sucht auslösende Wirkung hat.
Welche Nebenwirkungen können während der Anwendung von ZYBAN auftreten?
In der Regel ist das Medikament gut verträglich. Unter Studienbedingungen traten zu Beginn häufiger Mundtrockenheit, Schwindel, Kopfschmerzen, Schlafstörungen und Hautausschlag auf, die sich aber im Laufe der Therapie wieder legten. Bauchschmerzen und Übelkeit könnten Anzeichen einer akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung sein. In seltenen Fällen ( 0,1 Prozent) traten Krampfanfälle auf. Das Suchtpotenzial dieses Wirkstoffs wird als sehr gering eingeschätzt.
Während der Behandlung traten selten psychiatrische Störungen auf, darunter Schlafstörungen, Nervosität, aber auch Angstzustände und Depressionen bis hin zu Selbstmordversuchen. Meistens hatten diese Patienten jedoch bereits vorher schon eine psychische Erkrankung. Auch ist nicht geklärt, ob diese Ereignisse Nebenwirkungen des Medikamentes oder des Nikotinentzugs sind. Patienten müssen während der Entwöhnungstherapie daher sorgfältig überwacht werden.
Wie verläuft eine Therapie mit dem Entwöhnungsmittel?
Eine Entwöhnungstherapie mit Zyban dauert normalerweise sieben bis neun Wochen. Sie ist also wesentlich kürzer als die Therapie mit Nikotinersatzpräparaten, die oft mehrere Monate andauert. Das Medikament wird von einem Arzt verschrieben, der einen aufhörwilligen Raucher auch über den genauen Verlauf der Therapie aufklärt.
Man beginnt mit der Behandlung noch während des Rauchens, da das Medikamentes erst nach acht bis zwölf Tagen ausreichend wirkt. Bis dahin sollte der Zigarettenkonsum kontinuierlich eingeschränkt werden. Zu Therapiebeginn wird ein "Rauchverzichtstag" festgesetzt, ein Termin, ab dem der ehemalige Raucher keine einzige Zigarette mehr in den Mund nehmen sollte.
Wie bei jeder anderen Entzugstherapie sollte der aufhörwillige Raucher auf seinem Weg psychologisch begleitet werden, um die Erfolgsaussichten zu erhöhen.
Was kostet diese Therapie?
Zyban wird von den Krankenkassen nicht bezahlt, auch wenn Nikotinabhängigkeit seit 1999 als eigenständige Krankheit anerkannt ist. Das Medikament ist verschreibungspflichtig und soll zukünftigen Ex-Rauchern auf private Kosten verordnet werden. Die Tagestherapie-Kosten entsprechen in etwa dem Preis für eine Schachtel Zigaretten.
Wem darf das Medikament nicht verschrieben werden?
Da der Wirkstoff Bupropion in geringem Maße Epilepsien hervorrufen kann, darf ZYBAN bei diesen Anfallsleiden und Zuständen, die das Risiko dafür erhöhen, nicht eingesetzt werden. Dazu zählen unter anderem die Einnahme bestimmter Arzneimittel, exzessiver Alkoholkonsum, Drogensucht und Gehirntumore.
Auch eine manische Depression, Bulimie oder Magersucht sind Gründe, die gegen eine Behandlung sprechen. Reagiert man allergisch auf das Medikament, muss man es absetzen. 
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