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Anwendungsgebiete:
Erhöhtes Serumphosphat (Hyperphosphatämie) bei chronischer Niereninsuffizienz, insbesondere bei Patienten unter Dialysebehandlung.


Nicht Anwenden bei:
Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden bei Hypercalcämie, z.B. infolge Hyperparathyreoidismus, Vitamin-D-Überdosierung, paraneoplastischen Syndromen (bei Bronchialkarzinom, Mammakarzinom, Hypernephrom, Plasmazytom), Knochenmetastasen, Sarkoidose, Immobilisationsosteoporose. Das Arzneimittel sollte nur unter laufender Überwachung der Calcium- und Phosphatkonzentrationen im Blut und Urin angewandt werden bei: • Niereninsuffizienz • absorptiver oder renaler Hypercalciurie • Nephrocalcinose • Calciumnierensteinen • Hypophosphatämie. Hinweis: Das Calcium x Phosphat-Produkt sollte 5,3 mmol 2 /l 2 keineswegs überschreiten, in einem solchen Fall ist die Therapie abzubrechen. Schwangerschaft und Stillzeit: Berichte über schädliche Wirkungen von Calcium während der Schwangerschaft und in der Stillperiode beim Menschen sind nicht bekannt geworden. In der Schwangerschaft müssen die Serumcalciumspiegel besonders gut kontrolliert werden, da eine langanhaltende Hypercalcämie zu körperlicher Fehlbildung und geistiger Behinderung des Kindes führen kann.


Wirkungen:
Gelegentliche unerwünschte Wirkungen (1-10%): • Auch bei Beachtung der empfohlenen Dosierung kann gelegentlich Übelkeit, Obstipation und Diarrhoe auftreten. Unerwünschte Wirkungen, ohne Angabe der Häufigkeit: • In den ersten Monaten der Gabe von Calcium kommt es zu einer vermehrten Calciumausscheidung im Urin, die eine Steinbildung begünstigen kann. • Bei Niereninsuffizienz und langfristiger Einnahme hoher Dosen kann es zu Hypercalcämie, metabolischer Alkalose und Hypercalciurie kommen. • Patienten mit chronischem Nierenversagen, die das Arzneimittel als Phosphatbinder erhalten, können vor allem bei gleichzeitiger Einnahme von Vitamin-D-Metaboliten hypercalcämische Episoden entwickeln. Aus diesem Grund sind konsequent regelmäßige Kontrollen der Serumspiegel für Calcium und Phosphat unerlässlich. • Im medizinischen Schrifttum gibt es einige Hinweise, dass sich bei chronischer Niereninsuffizienz unter der Langzeitbehandlung mit Calciumcarbonat Gefäß- und Weichteilkalzifikationen entwickeln können. Über den Stellenwert dieser Beobachtung herrscht noch keine Klarheit. Zur Vorbeugung wird eine möglichst niedrige Dosierung auch von Calciumacetat empfohlen, die sich strikt an den Serumcalcium- und Serumphosphatspiegeln orientiert. • Die Einnahme von Calciumsalzen führt durch Bildung von schwer löslichem Calciumphosphat zu einer Verminderung der Phosphatresorption.


Anwendung:
Die Dosierung richtet sich nach der Höhe des Serumphosphatspiegels. Die Therapie sollte mit 2 Tabletten zu jeder Hauptmahlzeit begonnen werden. Je nach Höhe des Serumphosphatspiegels liegt der Tagesdosisbereich in der Regel bei 3-4mal 2-3 Tabletten (1050-2100 mg Calcium) täglich zu den Mahlzeiten. Art und Dauer der Anwendung: • Die Filmtabletten zur Phosphatbindung sollen unzerkaut evtl. mit etwas Flüssigkeit über den Tag verteilt unmittelbar vor oder zu den Mahlzeiten eingenommen werden. Hinweise: • Die Therapie mit dem Arzneimittel erfordert eine regelmäßige Kontrolle der Serumcalcium- und Serumphosphatspiegel. • Die Resoptiom und damit auch die Wirksamkeit von Tetracyclin, Cefpodoxim-Axetil, Cefuroxim-Axetil, Ketoconazol, Chinolonen wie Ciprolfloxacin und Norfloxacin, Eisen-,Fluorid-, Estramustinpräparaten wird durch die gleichzeitige Einnahmen mit dem Arzenimittel vermindert Zwischen der Einahme des Arzneimittels und der Einnahme anderer Präparate sollte daher in der regel ein Abstand von mindestens 2 Stunden eingehalten werden.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
*gegenüber der Preisangabe, die gemäß §129 Absatz 5a SGB V in Verbindung mit AMPreisVO für die ausnahmsweise Abgabe apothekenpflichtiger, nicht verschreibungspflichtiger Artikel zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung vorgesehen ist



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