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Anwendungsgebiete:
• Unterstützende Behandlung und Verhütung von Zahnfleischentzündungen (Gingivitis) • Hemmung der Plaque-Bildung • Unterstützung der Wundheilung nach zahn- und kieferchirurgischen Eingriffen • Behandlung von Schleimhautulzerationen und Linderung von Candida-Infektionen im Mund-Rachenraum (Prothesenstomatitis) • Hemmung der Plaque-Bildung und Verhütung von Gingivitis bei Behinderten, wenn das Zähneputzen erschwert oder nicht möglich ist.


Nicht Anwenden bei:
Das Arzneimittel soll nicht bei Patienten mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Chlorhexidin angewendet werden. Überempfindlichkeitsreaktionen sind extrem selten. Nicht ins Auge oder in den Gehörgang bringen. Bei Intensivpflegepatienten: Kontakte zur Gehirnhaut und zum Zentralnervensystem sind zu vermeiden.


Wirkungen:
Seltene unerwünschte Wirkungen (< 1%): gesteigerte Zahnsteinbildung. Unerwünschte Wirkungen, Einzelfälle: vorübergehende leichte Reizung und oberflächliche Abschuppung der Mundschleimhaut. Unerwünschte Wirkungen, ohne Angabe der Häufigkeit: Beeinträchtigung des Geschacksempfindens oder ein Taubheitsgefühl der Zunge; diese Nebenwirkungen verschwinden von selbst, wenn das Arzneimittel abgesetzt wird. Insbesondere bei längerer Anwendung (über 1 Woche) können bräunliche Verfärbungen an Zähnen, Füllungen, Zahnersatz oder Zunge (Haarzunge) auftreten, die sich jedoch wieder entfernen lassen.


Anwendung:
Der Mund wird bis zum Abklingen der Erscheinungen 2mal täglich eine Minute lang mit 10 ml (1 Eßlöffel) gründlich gespült (Lösung dann ausspucken). Art und Dauer der Anwendung: Die Lösung ist gebrauchsfertig und daher unverdünnt anzuwenden. Wenn zusätzlich Zahnpasta benutzt wird, sollte das Zähneputzen stets vor der Mundspülung oder zu einer anderen Tageszeit erfolgen. • Zahnfleischentzündungen: Die Lösung sollte über 3 Wochen in Verbindung mit mechanischen Reinigungsverfahren angewendet werden. In besonderen Fällen, z.B. bei Behinderten, kann eine vorbeugende Behandlung auch über einen längeren Zeitraum durchgeführt werden. • Behandlung nach zahn- und kieferchirurgischen Eingriffen: Spülungen mit der Lösung sollten unmittelbar nach dem ersten chirurgischen Eingriff beginnen und 2 oder 3 Wochen über den letzten Eingriff hinaus fortgeführt werden. Die Behandlungsdauer beträgt somit mindestens 2 und maximal 10 Wochen. Bei einer Ober-Unterkiefer-Fixierung sollte die Lösung angewendet werden, solange die Fixierung im Mund verbleibt (in der Regel 2-6 Wochen). • Rezidivierende Schleimhautulzerationen: Die Anwendung erfolgt 3mal täglich über einen Zeitraum von bis zu 3 Monaten. • Candida-Infektionen: Die Anwendung erfolgt als Prothesen-Eintauchbad (15 Minuten, 2mal täglich) und/oder als Mundspülung über 3 Wochen. Hinweis: Eventuelle Verfärbungen von Zähnen, Füllungen und Zahnersatz können weitgehend verhindert werden, wenn die Zähne vor der Anwendung der Lösung mit einer normalen Zahncreme geputzt werden. Zahnprothesen mit einem handelsüblichen Prothesenreiniger ebenfalls vor der Anwendung reinigen. Dennoch auftretende Verfärbungen können durch intensives Putzen mit der Zeit wieder entfernt werden, in hartnäckigen Fällen durch professionelle Reinigung durch den Zahnarzt.

Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?

Der Wirkstoff tötet verschiedene Bakterien ab, indem er die Zellwand der Mikroorganismen zerstört. Auf diese Weise hält er Haut und Schleimhaut keimfrei, desinfiziert also. Allerdings lässt die Wirkung hier nach andauerndem Gebrauch nach.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Chlorhexidin!
- Das Arzneimittel enthält in geringen Mengen Alkohol, sollte deshalb von Alkoholikern gemieden werden.
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Fructose (Fruchtzucker). Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Lösungsvermittler (z.B. Poly(oxyethylen)-Rizinusöle) können Magenverstimmung und Durchfall hervorrufen.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?

Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe

Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Wunden in der Mundschleimhaut, sowohl tiefe, als auch eher oberflächliche (schuppende) Wunden
- Geschwüre der Mundschleimhaut

Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 3 Jahren: Die Darreichungsform ist für diese Altersgruppe nicht geeignet.

Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.

Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

- Geschmacksstörungen
- Taubheitsgefühl der Zunge
- Brennen auf der Zunge
- Verfärbung der Zunge, die vorübergehend ist
- Verfärbung der Zahnoberfläche, die vorübergehend ist

Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Anwendwendungsgebiete
- Verminderung der Keimzahl auf Schleimhäuten, wie bei:
    - Zahnfleischentzündung (Gingivitis)
- Vorbeugung gegen Entzündungen bei Operationen im Mund- und Rachenraum
- Mundpflege bei eingeschränkter Durchführbarkeit, z.B. nach Eingriffen am Kiefer oder bei Tragen von Prothesen oder Zahnspangen


Was ist das? - Definition
Aphthen sind nichtansteckende Erkrankungen der Mundschleimhaut. Die weißlichen Bläschen können Linsengröße erreichen und sind meist sehr schmerzhaft.

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Die genaue Ursache ihrer Entstehung ist unklar. Viren sind wahrscheinlich nicht beteiligt. Jedoch können verschiedene Infekte dazu führen, dass in Folge Aphthen auftreten. Da die Bläschen sich oft zusammen mit Verdauungsstörungen oder während der Monatsblutung bilden, werden bestimmte Nahrungsmittel und hormonelle Schwankungen als Auslöser diskutiert.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Aphthen treten in Schüben auf. Die 1-5 mm großen Bläschen kommen einzeln oder in geringer Zahl (2-3) an der Wangenschleimhaut, der Zunge, dem Gaumen oder dem Zahnfleisch vor. Sie verursachen starke Schmerzen und können bewirken, dass die regionalen Lymphknoten, also vor allem die im Halsbereich, anschwellen. Zu Fieber kommt es meist nicht. Besonders häufig sind Aphthen auf einer entzündeten Mundschleimhaut anzutreffen.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Die Bläschen heilen nach ein bis drei Wochen ohne Narben ab. In vielen Fällen kommt es aber zu kurzfristigen Rückfällen. Zum Teil treten Aphthen über Jahrzehnte hinweg in regelmäßigen Abständen auf. Bei mangelnder Mundhygiene können sich die betroffenen Hautstellen mit Bakterien infizieren.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Auf Grund ihres ähnlichen Aussehens werden Aphthen häufig mit Herpesbläschen verwechselt. Diese werden durch so genannte Herpesviren ausgelöst. Im Unterschied zu den Aphthen, die einzeln vorkommen, bilden sich Herpesbläschen in großer Zahl. Falls Patienten neben Schmerzen auch über Fieber, verstärkten Speichelfluss, Mundgeruch und ein allgemeines Krankheitsgefühl klagen, sollte ein Arzt aufgesucht werden, um die genaue Ursache zu klären.

Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
 - Aphthen mehrmals täglich mit einem Wattestäbchen betupfen, das mit einem schmerzbetäubenden Gel aus der Apotheke versehen ist. Auch Kamillenauszüge sind geeignet.
 - Um eine Infektion der Bläschen mit Bakterien zu vermeiden, ist auf eine sorgfältige Mundhygiene zu achten. Dazu können auch desinfizierende Lösungen zum Spülen verwendet werden.
 - Mundspülungen mit Kamillentee oder fertigen Kamille-Zubereitungen fördern die Heilung.

Bearbeitungsstand: 22.11.2011

Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Entzündungen sind Abwehrreaktionen des Körpers auf schädigende Einflüsse. Eine Mundschleimhautentzündung geht meist auf örtliche Reizungen oder Infektionen mit Viren zurück. Sie tritt häufig gemeinsam mit einer Zahnfleischentzündung auf.

Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Stomatitis
 - Mundentzündung
 - Mundfäule (Stomatitis ulcerosa)

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Mundschleimhautentzündungen können sehr unterschiedliche Gründe haben. Sie treten sowohl unabhängig von anderen Krankheiten als auch als Begleiterkrankungen auf. Meist gehen sie auf mechanische Verletzungen der Mundhöhle, Druckstellen durch schlecht sitzende "dritte" Zähne oder eine ungenügende Mundhygiene zurück. Bei Menschen mit einem angeschlagenen Immunsystem können Viren, wie zum Beispiel die Herpesviren, die Entzündung auslösen.
Eine Mundschleimhautentzündung kann aber auch als Begleitsymptom von Hautkrankheiten oder schweren Infektionskrankheiten (Lungenentzündung, Masern, AIDS) auftreten. In manchen Fällen geht sie auf eine Erkrankung des Bluts (Leukämie) oder auf Vergiftungen mit Schwermetallen (Blei, Wismut, Quecksilber oder Arsen) zurück.
Sollten also neben den typischen Entzündungsmerkmalen noch andere Symptome auftreten, ist unbedingt ein Arzt aufzusuchen.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Durch Entzündungen versucht der Körper, schädigende Reize zu beseitigen. Dazu wird das betroffene Gewebe stärker durchblutet, wodurch es sich rötet und anschwillt. Auch die Temperatur steigt an. Häufig treten Schmerzen auf. Eine Entzündung der Mundschleimhaut verläuft nach dem gleichen Muster: Die entzündete Schleimhaut ist gerötet und geschwollen, der Speichelfluss verstärkt. Beim Essen und Trinken können Schmerzen auftreten.
Sind Viren die Verursacher, entstehen auf der Schleimhaut kleine Bläschen, die rasch platzen und flache, runde Wundflächen hinterlassen. Bei schwererem Verlauf können sich Geschwüre bilden. Handelt es sich um so genannte Herpes-simplex-Viren, bilden sich auf der gesamten Mundschleimhaut bis zu linsengroße Bläschen, die sich oft auch auf den Lippen und dem Naseneingang ausbreiten.

Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
 - Auf eine konsequente Zahn- und Mundhygiene achten.
 - Schlecht sitzende "dritte" Zähne vom Zahnarzt anpassen lassen.
 - Örtliche Druckstellen mit Tinkturen oder Gelen behandeln, die entzündungshemmende Pflanzenauszüge (Kamille) oder schmerzbetäubende Wirkstoffe enthalten.
 - Mundhöhle mit Kamillenextrakt, Salbeiauszügen oder gelösten Aluminiumsalzen spülen.

Bearbeitungsstand: 21.11.2011

Quellenangaben:
Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Entzündungen sind Abwehrreaktionen des Körpers auf schädigende Einflüsse. Eine Zahnfleischentzündung geht meist auf nicht entfernte Zahnbeläge zurück. Sie tritt oft zusammen mit einer Mundschleimhautentzündung auf.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Gingivitis

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Die häufigste Ursache für Zahnfleischentzündungen sind nicht entfernte Zahnbeläge.
Es kommen jedoch auch ganz andere Ursachen in Frage. Entzündetes Zahnfleisch kann als typische Begleiterkrankung bei Diabetikern und AIDS-Patienten auftreten. In manchen Fällen ist eine Zahnfleischentzündung auch auf Blutkrankheiten oder Vergiftungen mit Schwermetallen (Arsen, Blei, Quecksilber, Wismut) zurückzuführen. Sollten daher neben den charakteristischen Entzündungsmerkmalen noch andere Beschwerden auftreten, ist unbedingt ein Arzt aufzusuchen.
Schwangere Frauen neigen verstärkt zu Zahnfleischentzündungen mit starker Blutungsneigung. Diese sind hormonell bedingt und klingen nach der Entbindung wieder ab.
Ebenso kann die Einnahme bestimmter Arzneimittel (Antiepileptika) das Zahnfleisch verändern.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Durch Entzündungen versucht der Körper, schädigende Reize zu beseitigen. Dazu wird das betroffene Gewebe stärker durchblutet, wodurch es sich rötet und anschwillt. Auch die Temperatur steigt an. Häufig treten Schmerzen auf. Eine Zahnfleischentzündung verläuft nach dem gleichen Muster. Das entzündete Zahnfleisch ist gerötet und geschwollen. Oft ist es mit einem schmierigen Belag überzogen. Zahnfleischbluten und starker Mundgeruch sind weitere typische Kennzeichen

Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
 - Auf eine konsequente Zahnhygiene achten. Zur Entfernung der Zahnbeläge zwischen den Zähnen eignen sich Zahnseide oder spezielle Reinigungsbürstchen für die Zahnzwischenräume. Auch Mundduschen sind sinnvoll.
 - Spülen mit Mundwässern, die ätherische Öle (Eukalyptus-, Rosmarin- und Thymianöl) oder Pflanzenauszüge (Kamille, Rhabarber) enthalten.
 - Gezieltes Auftragen von Lösungen oder Gelen mit ätherischen Ölen oder pflanzlichen Auszügen.

Bearbeitungsstand: 22.11.2011

Quellenangaben:
Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Als Parodontitis werden Entzündungen im Bereich des Zahnhalteapparates bezeichnet. Zu dem Zahnhalteapparat (Zahnbett, Parodontium) gehören das Zahnfleisch, die Wurzelhaut und der Wurzelzement sowie das knöcherne Zahnfach im Kieferknochen.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen


Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Nahrungsreste und bestimmte Bakterien bilden auf den Zähnen einen zähhaftenden Belag, die Plaque. Die Bakterien in der Plaque bilden bei der Verwertung der Nahrungsreste Säuren, die bei dauerhafter Einwirkung zur Schädigung der Zahnhartsubstanz führen (Karies). Die Plaque kann sich zusammen mit Speichelbestandteilen zum harten Zahnstein entwickeln. Auf der rauen Oberfläche des Zahnstein können sich weitere Bakterien anlagern und eine Entzündung des Zahnfleisches hervorrufen (Gingivitis). Im weiteren Verlauf kann sich der gesamte Zahnhalteapparat entzünden. Erst dann spricht man von Parodontitis. Eine andere Ursache, oft begleitend, sind Entzündungen in Zahnfleischtaschen.
Als Ursache kommen auch Stoffwechselerkrankungen, wie Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), in Frage. Schlecht eingestellte Diabetes-Patienten haben ein erhöhtes Risiko an Parodontitis zu erkranken.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Das Zahnfleisch ist rötlich-blau verfärbt, angeschwollen und locker. Bei leichter Berührung kann es zu Blutungen kommen. In Zahnfleischtaschen sammelt sich Eiter, der sich bei Druck auf den Zahnsaum entleert. Ein fauliger Mundgeruch begleitet den Gewebszerfall. Das Zahnfleisch bildet sich zurück und legt die Zahnhälse frei. Das macht sich durch eine erhöhte Schmerzempfindlichkeit bemerkbar. Die Zähne lockern sich und werden nicht mehr im Knochen, sondern nur noch im Bindegewebe gehalten.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Im weiteren Verlauf können Zähne ausfallen.
Über die Wunden im Mundraum können Bakterien (z.B. Streptokokken) in den Blutkreislauf gelangen und über diesen Weg Schäden am Herz oder den Blutgefäßen bewirken.
Studien zufolge haben Parodontitiserkrankte ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Arteriosklerose (Arterienverkalkung) und ein doppelt so hohes Risiko einen Herzinfarkt zu erleiden. Parodontitis gilt auch als Risikofaktor für einen Schlaganfall. Das Risiko einer Frühgeburt scheint mit Parodontitis um das sieben fache höher zu sein. Schätzungen zufolge werden auch Frühgeburten durch nicht behandelte Parodontitis verursacht.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Die Parodontose bezeichnet nicht-entzündliche Zahnbetterkrankungen, die mit Zahnbettschwund einhergehen.

Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
 - regelmäßiges Zähneputzen, mindestens zweimal täglich
 - Zahnzwischenräume mit Zahnseide reinigen
 - fluoridhaltige Zahncreme verwenden, um den Zahnschmelz zu härten
 - antibakterielle Mundspülungen verwenden
 - regelmäßig zum Zahnarzt zur Vorsorge und Zahnsteinentfernung
 - die Zahnbürste sollte weiche bis mittelharte, abgerundete Kunststoff-Borsten besitzen
 - Zahnbürste alle sechs bis acht Wochen austauschen
 - schon Kinder zur Zahnpflege und Mundhygiene anleiten
 - da jeder Parodontitis (Entzündung des Zahnhalteapparates) eine Gingivitis (Zahnfleischentzündung) vorangeht, ist jegliche Entzündung im Mundraum zu behandeln.

Bearbeitungsstand: 26.07.2012

Quellenangaben:
Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Mangelnde Mundhygiene und verschiedene Allgemeinerkrankungen führen zu einem üblen Geruch im Mund. Je nach Ursache ist er vorübergehend oder anhaltend und tritt alleine oder gemeinsam mit einem Körpergeruch auf.

Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Halitose
 - Kakostomie

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Die Ursachen sind vielfältig. Häufigste Auslöser sind ungenügende Mundhygiene, krankhafte Zähne sowie Entzündungen im Mund- und Rachenraum. Zahn- und Zungenbeläge oder im Mund verbleibende Nahrungsreste werden durch Bakterien zersetzt, wodurch übelriechende Stoffwechselprodukte entstehen. Auch Hungern kann zu schlechtem Atem führen. Ebenso haben bestimmte Nahrungsmittel wie Knoblauch einen Mundgeruch zur Folge. Er entsteht dadurch, dass flüchtige aromatische Stoffe aus dem Darm in den Lungenkreislauf gelangen und in Form von Gasen abgegeben werden.

Was kann dahinter stecken? - Mögliche Krankheitsbilder
Mundgeruch kann neben harmlosen Ursachen auch Ausdruck für verschiedene Stoffwechselkrankheiten, Vergiftungen und Allgemeinerkrankungen sein. So haben Patienten, die an der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) leiden, einen nach Aceton riechenden Mund- und Körpergeruch. Nierenpatienten riechen nach Harn, Leberpatienten eher süßlich-aromatisch. Ein übler Atem kann zudem Anzeichen für entzündete Zahnfleischtaschen, Mandelentzündungen, eitrige Entzündungen der Nebenhöhlen und Nasenkatarrhe sein. Auch bei Erkrankungen der Bronchien und Lunge sowie der Speiseröhre tritt Mundgeruch auf. Hält der schlechte Atem über einen längeren Zeitraum an, sollte daher unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
 - Regelmäßige Zahnpflege, möglichst nach jeder Mahlzeit. Zusätzlich Zahnseide, Mundduschen oder spezielle Bürstchen für die Zahnzwischenräume verwenden.
 - Mundwässer, Pastillen und Kaugummis mit ätherischen Ölen oder Chlorophyll überdecken den Mundgeruch. Bei Pastillen und Kaugummis sollte aber darauf geachtet werden, dass sie zuckerfrei sind.
 - Kleinere Zwischenmahlzeiten einnehmen.

Bearbeitungsstand: 21.11.2011

Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dosierung und Anwendungshinweise

Wie wird das Arzneimittel dosiert?

Dosierhilfe: Dem Arzneimittel liegt für eine korrekte Dosierung ein Messbehältnis bei.
WerEinzeldosisGesamtdosisWann
Erwachsene10 ml2-mal täglichmorgens und abends
Anwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.

Art der Anwendung?
Spülen Sie mit dem Arzneimittel die Mundhöhle. Lassen Sie das Arzneimittel 1 Minute einwirken. Danach spucken Sie das Arzneimittel aus und vermeiden Sie ein Verschlucken. Unmittelbar vor der Anwendung sollten Sie die Zähne putzen und Mundhöhle und Zahnbürste gründlich ausspülen, um eine Verfärbung der Zähne zu vermeiden. Die Anwendung sollte nur erfolgen, wenn der sichere Umgang mit dem Arzneimittel gewährt ist.

Dauer der Anwendung?
Ohne ärztlichen Rat sollten Sie das Arzneimittel nicht länger als 3 Wochen anwenden.

Überdosierung?
Wird das Arzneimittel wie beschrieben angewendet, sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Zusammensetzung
Was ist im Arzneimittel enthalten?

Die angegebenen Mengen sind bezogen auf 1 ml Lösung.

Wirkstoffstoff 2 mg Chlorhexidin digluconat
entspricht 1,13 mg Chlorhexidin
Hilfstoff 7 Vol.-% Ethanol
Hilfstoff + Macrogol glycerolhydroxystearat
Hilfstoff + Sorbitol
Hilfstoff + Pfefferminzöl
Hilfstoff + Wasser, gereinigtes

Warnhinweis: enthält 7 Vol.-% Alkohol.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
*gegenüber der Preisangabe, die gemäß §129 Absatz 5a SGB V in Verbindung mit AMPreisVO für die ausnahmsweise Abgabe apothekenpflichtiger, nicht verschreibungspflichtiger Artikel zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung vorgesehen ist