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NASIC Nasenspray für Kinder ohne Konservierungsmittel
Wirkungsweise
Wie wirken die Inhaltsstoffe des Arzneimittels?

Das Arzneimittel besteht aus einer Wirkstoffkombination. Der Wirkstoff Xylometazolin zieht die geweiteten Adern der Schleimhaut von Nase wieder zusammen. Dadurch drosselt er die übermäßige Durchblutung des Riechorgans und schwillt die Schleimhaut ab. Die Atmung durch die Nase wird erleichtert. Außerdem läuft sie nicht mehr ständig. Der Wirkstoff Dexpanthenol heilt verletzte Haut und Schleimhaut. Er ist verwandt mit Pantothensäure, einem Vitamin, das an wichtigen Stoffwechselvorgängen im Körper beteiligt ist. Geschädigter Haut oder Schleimhaut mangelt es an Pantothensäure. Dexpanthenol wird im Körper in Pantothensäure umgewandelt und gleicht so das fehlende Vitamin aus. Dadurch werden ein Schutz der Nasenschleimhaut und ein rascheres Abheilen von geschädigter Schleimhaut erreicht.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Arzneimittels selbst kann zu einem Gefühl der verstopften Nase führen. Versucht man wiederum dieses Gefühl mit Hilfe dieses Mittels zu beseitigen, riskiert man, die Nasenschleimhaut dauerhaft zu schädigen. Der Effekt kann bereits nach einer Anwendung von 5-7 Tagen eintreten.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?

Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Austrocknung der Nasenschleimhaut mit Borkenbildung (Rhinitis sicca)

Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen, z.B. koronare Herzkrankheit (Verengung der Herzkranzgefäße), Bluthochdruck
- Stoffwechselerkrankungen, z.B. Schilddrüsenüberfunktion, Diabetes mellitus
- Phäochromocytom (Adrenalin produzierender Tumor)
- Engwinkelglaukom
- Prostatavergrößerung
- Porphyrie (Stoffwechselkrankheit)

Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Säuglinge und Kleinkinder unter 2 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.

Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.

Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

- Reizerscheinungen in der Nase, wie vorübergehendes, leichtes Brennen
- Gefühl der "verstopften Nase", durch verstärkte Schleimhautschwellung
- Bluthochdruck
- Pulsbeschleunigung
- Herzklopfen

Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Anwendwendungsgebiete
- Schnupfen, zur Abschwellung der Nasenschleimhaut
- Fließschnupfen
- Schädigungen der Nasenschleimhaut, unterstützende Behandlung


Was ist das? - Definition
Ein allergischer Schnupfen ist eine Überreaktion der Immunabwehr in der Nasenschleimhaut auf eine bestimmte körperfremde, eigentlich harmlose Substanz. Das Symptom kommt bei 15 - 20 % der Bevölkerung vor und ist damit eine der häufigsten Krankheiten überhaupt.

Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Heuschnupfen
 - Pollinosis
 - Allergische Rhinitis

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Bei einer Allergie reagiert das Immunsystem übertrieben auf eine an sich völlig harmlose Substanz: Aus noch nicht genau erforschten Gründen produziert es nach dem Erstkontakt mit einem bestimmten, körperfremden Stoff massenhaft Abwehrstoffe, so genannte Antikörper. Diese Antikörper verankern sich auf speziellen Mastzellen. Dringt die Substanz erneut in die Schleimhaut ein, veranlassen die Antikörper die Mastzellen innerhalb von 30 Minuten dazu, sich zu öffnen. 4 - 12 Stunden später strömen entzündungsauslösende Botenstoffe heraus, die schließlich intaktes Gewebe zerstören und die typischen Symptome hervorrufen. Der Erstkontakt hat hier also eine Allergisierung ausgelöst; die körperfremde, harmlose Substanz ist zum Allergen geworden. Bei dem saisonalabhängigen allergischen Schnupfen sind es die Pollen von Gräser- oder Baumblüten, die die Nase jucken lassen, bei dem ganzjährig auftretenden allergischen Schnupfen, der Hausstauballergene aus dem Kot der Hausstaubmilben, Schimmelpilzsporen, Matratzenfüllstoffe, Bettfedern, Zimmerpflanzen, Tierhaare, aber auch Nahrungsmittelbestandteile im Fisch, Erdbeeren, in Nüssen, Eiern und Milch. Viele Bäcker und Müller reagieren empfindlich auf das Berufsallergen Mehl, Schreiner auf Inhaltsstoffe exotischer Hölzer, medizinisches Personal auf Latex-Handschuhe und Friseure auf Haare oder Schuppen. Bakterien oder Viren können ebenfalls als Allergene wirken.
Die Neigung zur Allergie wird oft vererbt.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Ein allergischer Schnupfen zeichnet sich durch Juckreiz und Kribbeln in der Nase und im Rachen, selten im äußeren Gehörgang aus. Die Augen tränen; die Patienten können nur schlecht atmen und riechen wenig, manchmal überhaupt nichts mehr. Sie müssen heftig und ständig niesen. Ihre Schleimhaut ist während der akuten Phase hochrot und sondert viel wässriges oder glasiges Sekret ab; später trocknet sie aus. Die Nasenmuscheln schwellen an. In schweren Fällen macht sich eine Leistungsminderung und Abgeschlagenheit, unter Umständen auch Arbeitsunfähigkeit breit. Normalerweise verläuft ein allergischer Schnupfen ohne Fieber. Manche Patienten bekommen zusätzlich Juckreiz im Mund und Rachen, Aphthen (Bläschen im Mundraum), Magen-Darm-Beschwerden oder Ausschläge. Nach einigen Wochen ist der akute Schub meistens vorbei.
Bei einem allergischen Schnupfen, der von der Jahreszeit unabhängig auftritt, gesellen sich zu den Symptomen noch Heiserkeit und Schnarchen hinzu. Hier steht die behinderte Nasenatmung im Vordergrund. Nicht selten bilden sich Polypen aus.
Einen saisonalen allergischen Schnupfen ereilt die betroffenen Patienten zwischen Februar und September, wenn die Pollen fliegen. Ein nichtsaisonaler allergischer Schnupfen schlägt dagegen das ganze Jahr über zu, solange der Kontakt zum Allergen besteht.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Interessanterweise gehen die allergischen Beschwerden im Alter oftmals allmählich zurück.
Ein dauerhafter allergischer Schnupfen kann zu Husten, chronischer Bronchitis und Asthma bronchiale (Pollenasthma) führen. Fachleute sprechen dann vom Etagenwechsel. Ein Pollenasthma zeichnet sich dadurch aus, dass die Patienten nur in Zeiten, in denen sie in Kontakt mit dem Allergen stehen, unter dem typischen Husten, Giemen, Pfeifen und einer verlängerten Ausatmung leiden.
In der Folge bezieht das Leiden die Nasennebenhöhlen mit ein; häufig gesellen sich zusätzlich ein gestörter Druckausgleich zwischen innerem und äußerem Ohr oder ein Erguss im inneren Ohr zum Krankheitsbild. Viele Allergiker werden öfter von Infekten heimgesucht.
Eine besonders gefährliche Begleiterscheinung ist der allergische Schock: Gelangt das Allergen auf Umwegen ins Blut, setzt der Organismus gefäßaktive Botenstoffe frei, die dann den Blutdruck lebensbedrohlich abfallen lassen.
Es ereignen sich Kreuzreaktionen mit pflanzlichen Lebensmitteln. Das heißt, jemand, der etwa eine Allergie auf Pollen hat, kann auch auf manche Lebensmittel allergisch reagieren. So entwickeln zum Beispiel Patienten, die sensibel auf Hasel-, Birken- oder andere Pollen reagieren, beim Genuss von Nüssen (Walnüsse, Mandeln) oder Steinobst (Äpfel, Pfirsiche, Aprikosen) einen unangenehmen Juckreiz im Mund und Rachen, Schwellungen und Aphthen (Bläschen im Mundraum), selten Erbrechen und Koliken. Bei einer Beifußempfindlichkeit besteht häufig eine Kreuzreaktion mit Sellerie, Karotten, Kamille und Gewürzen wie Anis, Dill, Koriander. Fachleute sprechen hier vom Beifuß-Sellerie-Syndrom mit den Hauptsymptomen Nesselsucht (Bildung von kleinen Quaddeln) und Schwellungen vor allem im Gesicht.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Heuschnupfenähnliche Symptome treten auch bei einer Allergie auf Schmerzmittel auf. Sie kann auch durch Wein oder Lebensmittel, die so genannte Salicylate enthalten, ausgelöst werden.
Nicht verwechselt werden darf der allergische Schnupfen mit dem Fließschnupfen.

Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
Am besten ist es, das Allergen, das einem das Leben schwer macht, zu meiden. Menschen, die an einer Allergie gegen Tierhaare leiden, sollten ihr Haustier abgeben. Bei einer Nahrungsmittelallergie sollte man das entsprechende Lebensmittel meiden
Falls möglich sollten sich Betroffene während der Gräserblüte in pollenarmer Umgebung oder milbenarmer Region aufhalten, beispielsweise im Hochgebirge oder auf einer Nordseeinsel. Für Autofahrer empfehlen sich im Fahrzeug Pollenfilter, die allerdings regelmäßig ausgetauscht werden sollten.
Die Milbendichte in der Wohnung lässt sich durch geeignete Maßnahmen reduzieren wie spezielle Matrazenüberzüge und Bettwäsche, Staubsauger mit Spezialfilter und dem Verzicht auf Teppiche. Die Raumtemperatur sollte niedrig, die Luftfeuchtigkeit dagegen hoch sein.

Bearbeitungsstand: 21.11.2011

Quellenangaben:
Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Eine Erkältungskrankheit ist eine Infektionskrankheit der oberen Luftwege, das heißt von Nase, Rachen und Luftröhre. Sie wird meist durch Viren ausgelöst und heilt in der Mehrzahl der Fälle nach einem typischen, häufig fieberlosen Verlauf nach etwa einer Woche vollständig aus.

Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Grippaler Infekt
 - Common Cold
 - Akute respiratorische Erkrankung
 - Akute Bronchitis

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Die Erkältungskrankheit wird meistens durch Viren, vor allem durch die so genannten Rhinoviren, in seltenen Fällen durch Bakterien ausgelöst. Die Symptome, wie z.B. Husten und Schnupfen, beginnen bereits einen, spätestens jedoch vier Tage nach der Ansteckung. Übertragen werden die Erreger über direkten Kontakt, zum Beispiel durch Händeschütteln. Oder sie werden durch Niesen in die Luft geschleudert und suchen sich so ein neues Opfer. Für das gehäufte Auftreten von Erkältungskrankheiten in den kalten Jahreszeiten gibt es Gründe: Zum einen werden die Schleimhäute der oberen Atemwege reflektorisch weniger durchblutet, wenn vor allem die Füße kurzfristig unterkühlt sind. Zum anderen trocknet die Schleimhaut durch die Heizungsluft leicht aus. Beides führt dazu, dass die Viren im Nasen-Rachen-Bereich leichter in den Körper eindringen können.
Da es von den Viren unzählige Unterarten gibt, muss sich ein erwachsener Mensch im Durchschnitt etwa drei- bis viermal pro Jahr mit immer wieder verschiedenen Erregern auseinandersetzen und kann dabei jedesmal aufs Neue erkranken.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Erste Anzeichen einer Erkältungskrankheit sind Frösteln, Halskratzen und ein allgemeines Krankheitsgefühl. Es folgen meist Schnupfen, bei dem zunächst die Nase sehr stark "läuft" und später "verstopft", Husten, Heiserkeit und Schluckbeschwerden. Gelenk- und Gliederschmerzen sind häufig und typisch für eine Infektion mit Viren. Fieber dagegen ist oft nicht vorhanden oder klingt, wenn es auftritt, meist nach ein bis zwei Tagen wieder ab.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Etwa eine Woche braucht der Körper um die Erreger in Griff zu bekommen. Das heißt, dass auch die Symptome nach etwa einer Woche abgeklungen sein sollten. Dauern sie länger an, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Verläufe mit ungewöhnlich starken Muskel- und Gelenkschmerzen, mit starken Halsschmerzen, Fieber über 38,5347 C oder Fieber, das länger als zwei Tage dauert, deuten auf eine Virusgrippe oder eine zusätzliche Infektion mit Bakterien hin und gehören ebenfalls in ärztliche Behandlung.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Zu unterscheiden ist die Erkältungskrankheit von einer Virusgrippe. Diese kann zwar ähnlich wie eine Erkältung verlaufen und wird deshalb oft als Grippe nicht erkannt. Sie kann aber auch weitaus schwerere Verlaufsformen annehmen und gehört in dem Fall unbedingt ärztlich behandelt.

Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
 - Im Anfangsstadium der Erkältung können warme Fuß- oder Erkältungsbäder helfen. Dadurch wird reflektorisch eine Durchblutungssteigerung der Nasen- und Rachenschleimhaut erreicht, wodurch die Viren eventuell noch abgewehrt werden können.
 - Viel trinken, etwa zwei bis drei Liter Wasser, Kräutertee oder Vitaminsaft pro Tag; der Schleim wird dadurch flüssiger und löst sich besser.
 - Erkältungstees: Mischungen mit Holunder- und Lindenblüten wirken schweißtreibend, somit leicht fiebersenkend, Fenchel löst den Schleim. Honig im Tee unterstützt die schleimlösende Wirkung.
 - Ätherische Öle von Kamille, Salbei, Thymian, Menthol, oder Eukalyptus vermitteln das Gefühl einer freien Nase. Sie können als Erkältungs- oder Dampfbäder inhaliert oder als Balsam eingerieben werden. Vorsicht: Bei Säuglingen und Kleinkindern kann mit Menthol ein Atemstillstand ausgelöst werden. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach für Kinder geeignete Zubereitungen.
 - Dampfbäder: Heißes Wasser zusammen mit ätherischen Ölen in eine große Schüssel gießen, etwas abkühlen lassen, den Kopf darüber beugen, am besten mit einem Handtuch über Kopf und Schüssel, und inhalieren. Die Dämpfe fördern die Durchblutung der Schleimhäute und unterstützen so die Abwehr.
 - Die Feuchtigkeit in der Raumluft sollte hoch sein.
 - Nasenduschen mit Salzlösungen verflüssigen den Schleim. Entsprechende Behälter und Salzlösungen gibt es in der Apotheke.

Bearbeitungsstand: 27.07.2012

Quellenangaben:
Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage - Mehrle, Augenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 8.Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Die Grippe ist eine durch bestimmte Viren, den Influenzaviren, ausgelöste Infektionskrankheit der oberen Luftwege, das heißt von Nase, Rachen und Luftröhre. Meist verläuft sie wie eine Erkältungskrankheit, doch kann es manchmal zu Komplikationen kommen, in seltenen Fällen sogar mit tödlichem Ausgang.

Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Influenza
 - Epidemische Grippe

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Die Grippe wird durch Influenzaviren ausgelöst. Sie können ihr Aussehen verändern, weshalb sich der Körper immer wieder mit neuen Unterarten auseinandersetzen muss. Grippeviren sind hochansteckend, können sogar über die Luft übertragen werden. So kann sich jeden Winter eine neue Grippewelle über weite Gebiete ausbreiten - die so genannten Grippeepidemien, benannt meist nach dem Ort ihres ersten Auftretens. Von der Ansteckung bis zur Erkrankung vergehen etwa ein bis fünf Tage.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Erste Krankheitsanzeichen sind wie bei der Erkältungskrankheit Frösteln, Schnupfen, Fieber, Husten, Kopf- und Gliederschmerzen. Im Unterschied zur Erkältungskrankheit steigt das Fieber jedoch meist bis 38,5347 C und höher. Glieder- und vor allem Muskelschmerzen sind ausgeprägter. Der Husten ist meist trocken. Falls es zu Auswurf kommt, kann dieser blutig sein. Eine begleitende Bindehautentzündung und Beschwerden des Magen-Darmtraktes treten bei der Grippe häufiger auf als bei einer Erkältung. Verläuft eine vermutete Erkältung mit ungewöhnlich starken Muskel- und Gelenkschmerzen, mit Fieber über 38,5347 C oder länger als zwei Tage anhaltendem Fieber, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
In 80 % der Fälle ist die Grippe kaum von einer Erkältung zu unterscheiden und heilt nach etwa einer Woche folgenlos aus. Gefürchtet, und weitaus häufiger als bei einer Erkältung, sind jedoch schwere Verlaufsformen mit Entzündungen der tieferen Atemwege und der Lunge, des Herzmuskels, der Hirnhäute, des Mittelohres und der Nebenhöhlen. Betroffen sind Risikogruppen, wie ältere Menschen, Kleinkinder, Säuglinge und Menschen, die durch eine meist chronische Erkrankung, wie Diabetes oder ein Herzleiden in ihrer Abwehr geschwächt sind. Bei ihnen können sich die Viren über die oberen Luftwege hinaus ausbreiten oder Bakterien ansiedeln, die zusätzliche Infektionen auslösen. Menschen, die einer Risikogruppe angehören, ist zu empfehlen sich schon im Vorfeld der "Erkältungssaison" über eine Grippeimpfung beraten lassen.

Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
 - Viel trinken, etwa zwei bis drei Liter Wasser, Kräutertee oder Vitaminsaft pro Tag; zum einen wird der Schleim zum Abhusten flüssiger, zum anderen braucht der Körper Flüssigkeitsersatz bei Fieber.
 - Ätherische Öle von Kamille, Salbei, Thymian, Menthol, oder Eukalyptus vermitteln das Gefühl einer freien Nase. Sie können als Erkältungs- oder Dampfbäder inhaliert oder als Balsam eingerieben werden. Vorsicht: Bei Säuglingen und Kleinkindern kann mit Menthol ein Atemstillstand ausgelöst werden. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach für Kinder geeignete Zubereitungen.
 - Die Feuchtigkeit in der Raumluft sollte hoch sein.
 - Verordnete Bettruhe sollte unbedingt eingehalten werden. Es besteht leicht die Gefahr sich selbst zu überschätzen und damit Organe, wie zum Beispiel das Herz, zu schädigen.

Bearbeitungsstand: 27.07.2012

Quellenangaben:
Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Der Schnupfen ist eine Viruserkrankung, die meist im Rahmen einer Erkältungskrankheit auftritt.

Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Rhinitis

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Ein Schnupfen wird durch verschiedene Viren ausgelöst. Die Symptome beginnen bereits einige Stunden, spätestens jedoch drei Tage nach der Ansteckung. Übertragen werden die Erreger über Tröpfchen, die zum Beispiel beim Niesen durch die Luft geschleudert werden. Wesentlich leichter zuschlagen können die Viren, wenn die Nasenschleimhaut auskühlt, beispielsweise durch Zugluft. Denn dann fließt automatisch weniger Blut hindurch. Außerdem arbeiten die Härchen auf der Nasenschleimhaut, das so genannte Flimmerepithel, das ungebetene Gäste wieder aus der Nase heraus transportieren soll, weniger aktiv, wenn es auskühlt.
Nach zwei Tagen nisten sich manchmal zusätzlich Bakterien ein und der virale Schnupfen geht in eine bakterielle Infektion über.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Da sehr verschiedene Erreger einen Schnupfen auslösen, zeichnet sich die Erkrankung durch unterschiedliche Symptome aus. Ein banaler Schnupfen beginnt meist mit einem trockenen Vorstadium; dann suchen Frösteln, Frieren im Wechsel mit einem Hitzegefühl, Kopfdruck, Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit, eventuell eine leicht erhöhte Temperatur, bei Kindern auch oft hohe Temperaturen, ein Kitzeln, Brennen und Trockenheitsgefühl in Nase und Rachen und Niesreiz die Patienten heim. Die Nasenschleimhaut ist meist blass und trocken. Nach einigen Stunden setzt das katarrhalische Stadium ein: Die Nasenschleimhaut beginnt viel wässriges Sekret abzusondern. Die Betroffenen können kaum durch die Nase atmen, zeitweise riechen sie schlecht oder gar nicht mehr. Die Augen tränen und die Nasenschleimhaut färbt sich hochrot und schwillt an. Manche Patienten beginnen beim Sprechen zu näseln; ihr Allgemeinbefinden verschlechtert sich. Nach wenigen Tagen geht das katharrhalische Stadium in das schleimige bzw. schleimig-eitrige Stadium über: Jetzt verbessert sich das Riechvermögen wieder, das dünnflüssige Sekret wird dicker, die Patienten fühlen sich langsam besser.
Ein einfacher Schnupfen sollte nach einer Woche ausheilen.

Was kann dahinter stecken? - Mögliche Krankheitsbilder
Oft ist es erst nach einigen Tagen möglich, genau zu diagnostizieren, ob hinter einem Schnupfen eine einfache Erkältung oder doch eine akute Nasennebenhöhlenentzündung oder eine Grippe steckt. Ein Schupfen, der im Rahmen einer Virusgrippe oder einer sonstigen schweren Infektion durch Viren auftritt, verläuft ähnlich wie ein einfacher Erkältungsschnupfen. Allerdings bezieht das Leiden hier häufig die gesamten Atemwege, den Verdauungstrakt, die Hirnhäute, den Herzbeutel, die Nieren und die Muskulatur (Gliederschmerzen) mit ein.
Sind zusätzlich Bakterien im Spiel, tritt eitriges, grüngelbes Sekret auf und es dauert länger, bis der Schnupfen verschwindet.
Manchmal verbirgt sich hinter dem Symptom ein allergischer Schnupfen oder ein Fließschnupfen.
Masern, Scharlach oder Windpocken gehen manchmal mit einem Schnupfen einher.

Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
Einen einfachen Schnupfen lindern:
 - Inhalationen mit Kamille
 - Nasenspülungen mit Emser Salz
 - Kopflichtbäder, Rotlichtbestrahlungen
 - Notfalls ist Bettruhe einzuhalten
 - Es empfiehlt sich, jedes Nasenloch einzeln auszuschneuzen, am besten mit Einmal-Papiertaschentüchern.

In Erkältungszeiten kann vor einem Schnupfen schützen:
 - Saunabesuche, Klimareiz und Sport
 - Vitamin C und sorgfältige Hygiene (speziell bei Kleinkindern).

Bearbeitungsstand: 22.11.2011

Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Eine Rhinitis sicca ist eine Erkrankung, bei der sich die Schleimhaut der Nasenscheidewand entzündet, austrocknet und schließlich zurückbildet.

Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Rhinitis sicca anterior

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Staub, Dämpfe, extreme Hitze oder Kälte oder ein bohrender Finger können die Nasenschleimhaut so schädigen, dass sich eine Rhinitis sicca entwickelt.
Häufig führt auch der Missbrauch von abschwellenden Nasentropfen zu einer Rhinitis sicca. Denn diese Arzneimittel lassen mehr Blut durch die Gefäße des Schleimhautgewebes fließen und rufen dadurch das Gefühl einer verstopften Nase hervor - für die Patienten ein Signal, erneut die Tropfen anzuwenden. Ein Teufelskreis baut sich auf, der schließlich in einen chronischen Gebrauch von abschwellenden Präparaten mündet und am Ende eine Rhinitis sicca provoziert.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Das Leiden geht mit einer sehr trockenen Schleimhaut einher, auf der sich im vorderen Abschnitt der Nasenscheidewand Krusten und Borken, gegebenenfalls sogar Geschwüre entwickeln. Man hat ständig das Gefühl einer verstopften Nase, dazu gesellen sich evtl. Niesanfälle. Manchmal blutet die Nase leicht.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Eine Rhinitis sicca verläuft chronisch, das heißt sie heilt von selbst nicht aus. Im Verlauf kann es sogar zu einem Durchbruch der Scheidewand kommen.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Der Arzt muss abklären, ob sich hinter einer trockenen Nasenschleimhaut nicht eine chronische Schädigung durch Chemikalien verbirgt, wie sie beispielsweise bei Chromatarbeitern vorkommt. Hinter dem Leiden kann sich auch eine Schädigung der Nasenscheidewand auf Grund einer Operation oder einer unsachgemäßen Ätzung verbergen. Manchmal stecken Verletzungen dahinter.
Es sollte auch an eine Lupus erythematodes (fressende Flechte), Lepra oder Syphilis gedacht werden.
Eine stark trockene Schleimhaut im gesamten Rachen, Kehlkopf und in der Luftröhre tritt auf bei einer Rhinitis atrophicans, auch Stinknase genannt. Sie fällt auf durch ein aashaft stinkendes Sekret und Krusten.

Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
Bei einer Rhinitis sicca sollte die geschundene Schleimhaut mit ölhaltigen Nasensalben gepflegt werden. Nach der Erholung der Nasenschleimhaut sollten bei Bedarf nur noch Nasentropfen -oder Sprays mit natürlichen Inhaltsstoffen verwendet werden (z.B. Meersalz).

Bearbeitungsstand: 22.11.2011

Quellenangabe:
Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Bei der Stinknase werden in den Nasenhöhlen extrem viele Borken mit einem üblen Geruch gebildet. Typischerweise wird dieser Geruch selbst nicht wahrgenommen.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Ozäna
 - Rhinitis atrophicans cum foetore

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Die Ursache ist nicht sicher bekannt. Oft besteht eine familiäre Häufung. Generell sind mehr Frauen betroffen als Männer.
Eine Infektion spielt wahrscheinlich als Ursache keine Rolle. Da die Nasenschleimhaut aber stark zurückgebildet ist und ihre natürliche Funktion nur noch eingeschränkt ausüben kann, können sich Bakterien leichter ansiedeln.
Gelegentlich tritt eine Stinknase als Folge einer Schleimhautschädigung auf, wenn durch Verletzungen der Nasenregion, berufsbedingte Schädigung (Glas, Holz, Asbest u. a.) oder ausgedehnte Nasen- und/oder Nebenhöhlenoperationen größere Schleimhautbezirke zerstört wurden.
Auch der chronische Missbrauch von schleimhautabschwellenden Nasensprays kann als Spätfolge über eine so genannte Rhinitis sicca (Entzündung, Austrocknung und Rückbildung der Nasenschleimhaut) zu einer Stinknase führen.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Bei der Stinknase bilden sich in den Nasenhöhlen immer mehr Krusten und Eiterborken, die durch ihre Zersetzung einen starken Geruch nach Aas verbreiten. Die Atmung durch die Nase ist behindert. Die Nasenschleimhaut bildet sich zurück und trocknet aus. Sie ist nicht mehr richtig funktionsfähig. Da auch die sensiblen Nervenfasern ihre Funktion einbüßen und somit das Riechempfinden beeinträchtigt wird, nimmt der Betroffene den Geruch selbst nicht wahr. Er kann aber durch den Gestank erhebliche Probleme in Beruf und Privatleben bekommen.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Die Schleimhautveränderungen mit Trockenheit und Borkenbildung können sich in den gesamten Rachenraum, Kehlkopf und in die Luftröhre ausbreiten.
Durch den Rückgang der Schleimhaut und auch des Knochenskeletts ergibt sich eine abnorme Weite der Nasenhöhle, während sich die Nasenmuscheln verkleinern.
Zur Abklärung und Behandlung sollte auf jeden Fall der Arzt aufgesucht werden.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Neben der Stinknase gibt es noch einige andere Ursachen für die Entwicklung übler Gerüche aus der Nase:
 - eine eitrige Entzündung der Nasenschleimhaut oder Nasennebenhöhlen kann zu ein- oder beidseitiger starker Geruchsentwicklung führen, besonders wenn die Nebenhöhlenentzündung durch die Zähne verursacht wird.
 - ein Fremdkörper in der Nase bewirkt häufig eine stinkende Schleimabsonderung und eine dauerhaft eingeschränkte Nasenatmung auf einer Seite.
 - Nasendiphterie und Nasentuberkulose sind oft von einem süßlich-faden Geruch begleitet.
 - Rotz, eine besonders in Osteuropa und Nordamerika verbreitete Infektionskrankheit, führt zu faulig riechendem, eitrigem Nasensekret.
Die Unterscheidung und Therapie kann nur der Arzt vornehmen.

Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
 - Reinhalten der Nase durch täglich mehrfaches Nasenduschen mit Salzlösungen. Dadurch werden die Borken aufgeweicht und der Schleim verflüssigt. Entsprechende Behälter und Salzlösungen gibt es in der Apotheke.
 - Die Borken können auch durch vorsichtiges mechanisches Ablösen entfernt werden.
 - Inhalation von Kochsalz- oder Mineralsalzlösungen zur Befeuchtung der Schleimhäute. Die Inhalationsgeräte und Salzlösungen gibt es ebenfalls in der Apotheke.
 - Verwendung von öligen Nasentropfen oder Nasensalben; keine Anwendung von schleimhautabschwellenden Nasentropfen oder -sprays.
 - Seeklima wirkt sich günstig auf die Schleimhäute aus, trockenes Hochgebirgsklima dagegen ist ungünstig.

Bearbeitungsstand: 22.11.2011

Quellenangabe:
Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Ein Fließschnupfen ist eine unspezifische Überempfindlichkeitsreaktion der Blutgefäße und Nerven der Nasenschleimhaut auf verschiedene chemische Reize, aber auch auf Stress und psychische Belastungen.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - hyperreflektorische Rhinitis
 - Rhinitis vasomotorica

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Das vegetative Nervensystem ist verantwortlich für alle Abläufe im Körper, die wir nicht bewusst steuern; es teilt sich in den Sympathikus und den Parasympathikus auf. Bei einem Fließschnupfen sind die Zellen des vegetativen Nervensystems im Bereich der Nasenschleimhaut in ihrer Funktion gestört - insbesondere die parasympathischen Nervenzellen der Blutgefäße, die am äußeren Rand der Nasenmuscheln sitzen. Die defekten Gefäßzellen sondern kleine Eiweißmoleküle, so genannte Peptide ab. Manche dieser Peptide locken Entzündungszellen an, andere regen die Atemwege und die schleimproduzierenden Drüsen direkt an. Auslöser für das Leiden sind unspezifische Reize wie Kälte, Rauch, Staub, Alkohol oder psychische Probleme und Stress, aber auch der Missbrauch von Schnupfenmitteln, das Bohren in der Nase mit Fremdkörpern und hormonelle Störungen.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Ein Fließschnupfen zeichnet sich durch einen anfallsartigen Verlauf aus, wobei eine Schnupfenattacke wenige Minuten bis einige Stunden andauern kann. Viele Patienten leiden unter häufigen Rückfällen. Die Nasenschleimhaut färbt sich abwechselnd rot und blass, beziehungsweise fahl; manchmal erscheint sie bläulich. Sie schwillt stark an und sondert dünnflüssiges, wässriges, eiweißarmes Sekret ab, das sich im späteren Stadium glasig-schleimig verändert; es läuft die Rachenwand hinunter. Die Patienten können schlecht atmen und riechen wenig. Sie verspüren einen Druck und ein benommenes Gefühl im Schädel. Von außen fallen die dick geschwollenen Nasenmuscheln auf.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Die starke Schwellung der Nasenmuscheln verleitet zum ständigen Gebrauch abschwellender Nasentropfen. Dieser Missbrauch schädigt jedoch die Nasenschleimhaut noch weiter.
Ein Fließschnupfen kann ein Reflexasthma hervorrufen.
Bei manchen Patienten schwillt das ganze Gesicht an. Weil sich die Gefäße stark erweitern und vermehrt mit Blut füllen, breitet sich im Bereich der Nase ein Hautausschlag aus, der die Haut flächig rot verfärbt.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Das Krankheitsbild ähnelt einem allergischen Schnupfen.
Der Arzt muss vor allem bei Kindern abklären, dass keine Fremdkörper wie Kugeln, Münzen, Metallpartikel oder Erbsen in der Nase stecken.
Auch eine beginnende Erkältung täuscht manchmal eine Rhinitis vasomotorica vor.

Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
Die Patienten sollten Reize wie Staub oder Rauch meiden.
Häufig helfen Nasenspülungen mit Kochsalz.

Bearbeitungsstand: 22.11.2011

Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Ein allergischer Schnupfen ist eine Überreaktion der Immunabwehr in der Nasenschleimhaut auf eine bestimmte körperfremde, eigentlich harmlose Substanz. Das Symptom kommt bei 15 - 20 % der Bevölkerung vor und ist damit eine der häufigsten Krankheiten überhaupt.

Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Heuschnupfen
 - Pollinosis
 - Allergische Rhinitis

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Bei einer Allergie reagiert das Immunsystem übertrieben auf eine an sich völlig harmlose Substanz: Aus noch nicht genau erforschten Gründen produziert es nach dem Erstkontakt mit einem bestimmten, körperfremden Stoff massenhaft Abwehrstoffe, so genannte Antikörper. Diese Antikörper verankern sich auf speziellen Mastzellen. Dringt die Substanz erneut in die Schleimhaut ein, veranlassen die Antikörper die Mastzellen innerhalb von 30 Minuten dazu, sich zu öffnen. 4 - 12 Stunden später strömen entzündungsauslösende Botenstoffe heraus, die schließlich intaktes Gewebe zerstören und die typischen Symptome hervorrufen. Der Erstkontakt hat hier also eine Allergisierung ausgelöst; die körperfremde, harmlose Substanz ist zum Allergen geworden. Bei dem saisonalabhängigen allergischen Schnupfen sind es die Pollen von Gräser- oder Baumblüten, die die Nase jucken lassen, bei dem ganzjährig auftretenden allergischen Schnupfen, der Hausstauballergene aus dem Kot der Hausstaubmilben, Schimmelpilzsporen, Matratzenfüllstoffe, Bettfedern, Zimmerpflanzen, Tierhaare, aber auch Nahrungsmittelbestandteile im Fisch, Erdbeeren, in Nüssen, Eiern und Milch. Viele Bäcker und Müller reagieren empfindlich auf das Berufsallergen Mehl, Schreiner auf Inhaltsstoffe exotischer Hölzer, medizinisches Personal auf Latex-Handschuhe und Friseure auf Haare oder Schuppen. Bakterien oder Viren können ebenfalls als Allergene wirken.
Die Neigung zur Allergie wird oft vererbt.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Ein allergischer Schnupfen zeichnet sich durch Juckreiz und Kribbeln in der Nase und im Rachen, selten im äußeren Gehörgang aus. Die Augen tränen; die Patienten können nur schlecht atmen und riechen wenig, manchmal überhaupt nichts mehr. Sie müssen heftig und ständig niesen. Ihre Schleimhaut ist während der akuten Phase hochrot und sondert viel wässriges oder glasiges Sekret ab; später trocknet sie aus. Die Nasenmuscheln schwellen an. In schweren Fällen macht sich eine Leistungsminderung und Abgeschlagenheit, unter Umständen auch Arbeitsunfähigkeit breit. Normalerweise verläuft ein allergischer Schnupfen ohne Fieber. Manche Patienten bekommen zusätzlich Juckreiz im Mund und Rachen, Aphthen (Bläschen im Mundraum), Magen-Darm-Beschwerden oder Ausschläge. Nach einigen Wochen ist der akute Schub meistens vorbei.
Bei einem allergischen Schnupfen, der von der Jahreszeit unabhängig auftritt, gesellen sich zu den Symptomen noch Heiserkeit und Schnarchen hinzu. Hier steht die behinderte Nasenatmung im Vordergrund. Nicht selten bilden sich Polypen aus.
Einen saisonalen allergischen Schnupfen ereilt die betroffenen Patienten zwischen Februar und September, wenn die Pollen fliegen. Ein nichtsaisonaler allergischer Schnupfen schlägt dagegen das ganze Jahr über zu, solange der Kontakt zum Allergen besteht.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Interessanterweise gehen die allergischen Beschwerden im Alter oftmals allmählich zurück.
Ein dauerhafter allergischer Schnupfen kann zu Husten, chronischer Bronchitis und Asthma bronchiale (Pollenasthma) führen. Fachleute sprechen dann vom Etagenwechsel. Ein Pollenasthma zeichnet sich dadurch aus, dass die Patienten nur in Zeiten, in denen sie in Kontakt mit dem Allergen stehen, unter dem typischen Husten, Giemen, Pfeifen und einer verlängerten Ausatmung leiden.
In der Folge bezieht das Leiden die Nasennebenhöhlen mit ein; häufig gesellen sich zusätzlich ein gestörter Druckausgleich zwischen innerem und äußerem Ohr oder ein Erguss im inneren Ohr zum Krankheitsbild. Viele Allergiker werden öfter von Infekten heimgesucht.
Eine besonders gefährliche Begleiterscheinung ist der allergische Schock: Gelangt das Allergen auf Umwegen ins Blut, setzt der Organismus gefäßaktive Botenstoffe frei, die dann den Blutdruck lebensbedrohlich abfallen lassen.
Es ereignen sich Kreuzreaktionen mit pflanzlichen Lebensmitteln. Das heißt, jemand, der etwa eine Allergie auf Pollen hat, kann auch auf manche Lebensmittel allergisch reagieren. So entwickeln zum Beispiel Patienten, die sensibel auf Hasel-, Birken- oder andere Pollen reagieren, beim Genuss von Nüssen (Walnüsse, Mandeln) oder Steinobst (Äpfel, Pfirsiche, Aprikosen) einen unangenehmen Juckreiz im Mund und Rachen, Schwellungen und Aphthen (Bläschen im Mundraum), selten Erbrechen und Koliken. Bei einer Beifußempfindlichkeit besteht häufig eine Kreuzreaktion mit Sellerie, Karotten, Kamille und Gewürzen wie Anis, Dill, Koriander. Fachleute sprechen hier vom Beifuß-Sellerie-Syndrom mit den Hauptsymptomen Nesselsucht (Bildung von kleinen Quaddeln) und Schwellungen vor allem im Gesicht.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Heuschnupfenähnliche Symptome treten auch bei einer Allergie auf Schmerzmittel auf. Sie kann auch durch Wein oder Lebensmittel, die so genannte Salicylate enthalten, ausgelöst werden.
Nicht verwechselt werden darf der allergische Schnupfen mit dem Fließschnupfen.

Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
Am besten ist es, das Allergen, das einem das Leben schwer macht, zu meiden. Menschen, die an einer Allergie gegen Tierhaare leiden, sollten ihr Haustier abgeben. Bei einer Nahrungsmittelallergie sollte man das entsprechende Lebensmittel meiden
Falls möglich sollten sich Betroffene während der Gräserblüte in pollenarmer Umgebung oder milbenarmer Region aufhalten, beispielsweise im Hochgebirge oder auf einer Nordseeinsel. Für Autofahrer empfehlen sich im Fahrzeug Pollenfilter, die allerdings regelmäßig ausgetauscht werden sollten.
Die Milbendichte in der Wohnung lässt sich durch geeignete Maßnahmen reduzieren wie spezielle Matrazenüberzüge und Bettwäsche, Staubsauger mit Spezialfilter und dem Verzicht auf Teppiche. Die Raumtemperatur sollte niedrig, die Luftfeuchtigkeit dagegen hoch sein.

Bearbeitungsstand: 21.11.2011

Quellenangaben:
Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Der Schnupfen ist eine Viruserkrankung, die meist im Rahmen einer Erkältungskrankheit auftritt.

Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Rhinitis

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Ein Schnupfen wird durch verschiedene Viren ausgelöst. Die Symptome beginnen bereits einige Stunden, spätestens jedoch drei Tage nach der Ansteckung. Übertragen werden die Erreger über Tröpfchen, die zum Beispiel beim Niesen durch die Luft geschleudert werden. Wesentlich leichter zuschlagen können die Viren, wenn die Nasenschleimhaut auskühlt, beispielsweise durch Zugluft. Denn dann fließt automatisch weniger Blut hindurch. Außerdem arbeiten die Härchen auf der Nasenschleimhaut, das so genannte Flimmerepithel, das ungebetene Gäste wieder aus der Nase heraus transportieren soll, weniger aktiv, wenn es auskühlt.
Nach zwei Tagen nisten sich manchmal zusätzlich Bakterien ein und der virale Schnupfen geht in eine bakterielle Infektion über.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Da sehr verschiedene Erreger einen Schnupfen auslösen, zeichnet sich die Erkrankung durch unterschiedliche Symptome aus. Ein banaler Schnupfen beginnt meist mit einem trockenen Vorstadium; dann suchen Frösteln, Frieren im Wechsel mit einem Hitzegefühl, Kopfdruck, Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit, eventuell eine leicht erhöhte Temperatur, bei Kindern auch oft hohe Temperaturen, ein Kitzeln, Brennen und Trockenheitsgefühl in Nase und Rachen und Niesreiz die Patienten heim. Die Nasenschleimhaut ist meist blass und trocken. Nach einigen Stunden setzt das katarrhalische Stadium ein: Die Nasenschleimhaut beginnt viel wässriges Sekret abzusondern. Die Betroffenen können kaum durch die Nase atmen, zeitweise riechen sie schlecht oder gar nicht mehr. Die Augen tränen und die Nasenschleimhaut färbt sich hochrot und schwillt an. Manche Patienten beginnen beim Sprechen zu näseln; ihr Allgemeinbefinden verschlechtert sich. Nach wenigen Tagen geht das katharrhalische Stadium in das schleimige bzw. schleimig-eitrige Stadium über: Jetzt verbessert sich das Riechvermögen wieder, das dünnflüssige Sekret wird dicker, die Patienten fühlen sich langsam besser.
Ein einfacher Schnupfen sollte nach einer Woche ausheilen.

Was kann dahinter stecken? - Mögliche Krankheitsbilder
Oft ist es erst nach einigen Tagen möglich, genau zu diagnostizieren, ob hinter einem Schnupfen eine einfache Erkältung oder doch eine akute Nasennebenhöhlenentzündung oder eine Grippe steckt. Ein Schupfen, der im Rahmen einer Virusgrippe oder einer sonstigen schweren Infektion durch Viren auftritt, verläuft ähnlich wie ein einfacher Erkältungsschnupfen. Allerdings bezieht das Leiden hier häufig die gesamten Atemwege, den Verdauungstrakt, die Hirnhäute, den Herzbeutel, die Nieren und die Muskulatur (Gliederschmerzen) mit ein.
Sind zusätzlich Bakterien im Spiel, tritt eitriges, grüngelbes Sekret auf und es dauert länger, bis der Schnupfen verschwindet.
Manchmal verbirgt sich hinter dem Symptom ein allergischer Schnupfen oder ein Fließschnupfen.
Masern, Scharlach oder Windpocken gehen manchmal mit einem Schnupfen einher.

Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
Einen einfachen Schnupfen lindern:
 - Inhalationen mit Kamille
 - Nasenspülungen mit Emser Salz
 - Kopflichtbäder, Rotlichtbestrahlungen
 - Notfalls ist Bettruhe einzuhalten
 - Es empfiehlt sich, jedes Nasenloch einzeln auszuschneuzen, am besten mit Einmal-Papiertaschentüchern.

In Erkältungszeiten kann vor einem Schnupfen schützen:
 - Saunabesuche, Klimareiz und Sport
 - Vitamin C und sorgfältige Hygiene (speziell bei Kleinkindern).

Bearbeitungsstand: 22.11.2011

Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Eine Rhinitis sicca ist eine Erkrankung, bei der sich die Schleimhaut der Nasenscheidewand entzündet, austrocknet und schließlich zurückbildet.

Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Rhinitis sicca anterior

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Staub, Dämpfe, extreme Hitze oder Kälte oder ein bohrender Finger können die Nasenschleimhaut so schädigen, dass sich eine Rhinitis sicca entwickelt.
Häufig führt auch der Missbrauch von abschwellenden Nasentropfen zu einer Rhinitis sicca. Denn diese Arzneimittel lassen mehr Blut durch die Gefäße des Schleimhautgewebes fließen und rufen dadurch das Gefühl einer verstopften Nase hervor - für die Patienten ein Signal, erneut die Tropfen anzuwenden. Ein Teufelskreis baut sich auf, der schließlich in einen chronischen Gebrauch von abschwellenden Präparaten mündet und am Ende eine Rhinitis sicca provoziert.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Das Leiden geht mit einer sehr trockenen Schleimhaut einher, auf der sich im vorderen Abschnitt der Nasenscheidewand Krusten und Borken, gegebenenfalls sogar Geschwüre entwickeln. Man hat ständig das Gefühl einer verstopften Nase, dazu gesellen sich evtl. Niesanfälle. Manchmal blutet die Nase leicht.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Eine Rhinitis sicca verläuft chronisch, das heißt sie heilt von selbst nicht aus. Im Verlauf kann es sogar zu einem Durchbruch der Scheidewand kommen.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Der Arzt muss abklären, ob sich hinter einer trockenen Nasenschleimhaut nicht eine chronische Schädigung durch Chemikalien verbirgt, wie sie beispielsweise bei Chromatarbeitern vorkommt. Hinter dem Leiden kann sich auch eine Schädigung der Nasenscheidewand auf Grund einer Operation oder einer unsachgemäßen Ätzung verbergen. Manchmal stecken Verletzungen dahinter.
Es sollte auch an eine Lupus erythematodes (fressende Flechte), Lepra oder Syphilis gedacht werden.
Eine stark trockene Schleimhaut im gesamten Rachen, Kehlkopf und in der Luftröhre tritt auf bei einer Rhinitis atrophicans, auch Stinknase genannt. Sie fällt auf durch ein aashaft stinkendes Sekret und Krusten.

Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
Bei einer Rhinitis sicca sollte die geschundene Schleimhaut mit ölhaltigen Nasensalben gepflegt werden. Nach der Erholung der Nasenschleimhaut sollten bei Bedarf nur noch Nasentropfen -oder Sprays mit natürlichen Inhaltsstoffen verwendet werden (z.B. Meersalz).

Bearbeitungsstand: 22.11.2011

Quellenangabe:
Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Ein Fließschnupfen ist eine unspezifische Überempfindlichkeitsreaktion der Blutgefäße und Nerven der Nasenschleimhaut auf verschiedene chemische Reize, aber auch auf Stress und psychische Belastungen.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - hyperreflektorische Rhinitis
 - Rhinitis vasomotorica

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Das vegetative Nervensystem ist verantwortlich für alle Abläufe im Körper, die wir nicht bewusst steuern; es teilt sich in den Sympathikus und den Parasympathikus auf. Bei einem Fließschnupfen sind die Zellen des vegetativen Nervensystems im Bereich der Nasenschleimhaut in ihrer Funktion gestört - insbesondere die parasympathischen Nervenzellen der Blutgefäße, die am äußeren Rand der Nasenmuscheln sitzen. Die defekten Gefäßzellen sondern kleine Eiweißmoleküle, so genannte Peptide ab. Manche dieser Peptide locken Entzündungszellen an, andere regen die Atemwege und die schleimproduzierenden Drüsen direkt an. Auslöser für das Leiden sind unspezifische Reize wie Kälte, Rauch, Staub, Alkohol oder psychische Probleme und Stress, aber auch der Missbrauch von Schnupfenmitteln, das Bohren in der Nase mit Fremdkörpern und hormonelle Störungen.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Ein Fließschnupfen zeichnet sich durch einen anfallsartigen Verlauf aus, wobei eine Schnupfenattacke wenige Minuten bis einige Stunden andauern kann. Viele Patienten leiden unter häufigen Rückfällen. Die Nasenschleimhaut färbt sich abwechselnd rot und blass, beziehungsweise fahl; manchmal erscheint sie bläulich. Sie schwillt stark an und sondert dünnflüssiges, wässriges, eiweißarmes Sekret ab, das sich im späteren Stadium glasig-schleimig verändert; es läuft die Rachenwand hinunter. Die Patienten können schlecht atmen und riechen wenig. Sie verspüren einen Druck und ein benommenes Gefühl im Schädel. Von außen fallen die dick geschwollenen Nasenmuscheln auf.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Die starke Schwellung der Nasenmuscheln verleitet zum ständigen Gebrauch abschwellender Nasentropfen. Dieser Missbrauch schädigt jedoch die Nasenschleimhaut noch weiter.
Ein Fließschnupfen kann ein Reflexasthma hervorrufen.
Bei manchen Patienten schwillt das ganze Gesicht an. Weil sich die Gefäße stark erweitern und vermehrt mit Blut füllen, breitet sich im Bereich der Nase ein Hautausschlag aus, der die Haut flächig rot verfärbt.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Das Krankheitsbild ähnelt einem allergischen Schnupfen.
Der Arzt muss vor allem bei Kindern abklären, dass keine Fremdkörper wie Kugeln, Münzen, Metallpartikel oder Erbsen in der Nase stecken.
Auch eine beginnende Erkältung täuscht manchmal eine Rhinitis vasomotorica vor.

Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
Die Patienten sollten Reize wie Staub oder Rauch meiden.
Häufig helfen Nasenspülungen mit Kochsalz.

Bearbeitungsstand: 22.11.2011

Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Eine Rhinitis sicca ist eine Erkrankung, bei der sich die Schleimhaut der Nasenscheidewand entzündet, austrocknet und schließlich zurückbildet.

Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Rhinitis sicca anterior

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Staub, Dämpfe, extreme Hitze oder Kälte oder ein bohrender Finger können die Nasenschleimhaut so schädigen, dass sich eine Rhinitis sicca entwickelt.
Häufig führt auch der Missbrauch von abschwellenden Nasentropfen zu einer Rhinitis sicca. Denn diese Arzneimittel lassen mehr Blut durch die Gefäße des Schleimhautgewebes fließen und rufen dadurch das Gefühl einer verstopften Nase hervor - für die Patienten ein Signal, erneut die Tropfen anzuwenden. Ein Teufelskreis baut sich auf, der schließlich in einen chronischen Gebrauch von abschwellenden Präparaten mündet und am Ende eine Rhinitis sicca provoziert.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Das Leiden geht mit einer sehr trockenen Schleimhaut einher, auf der sich im vorderen Abschnitt der Nasenscheidewand Krusten und Borken, gegebenenfalls sogar Geschwüre entwickeln. Man hat ständig das Gefühl einer verstopften Nase, dazu gesellen sich evtl. Niesanfälle. Manchmal blutet die Nase leicht.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Eine Rhinitis sicca verläuft chronisch, das heißt sie heilt von selbst nicht aus. Im Verlauf kann es sogar zu einem Durchbruch der Scheidewand kommen.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Der Arzt muss abklären, ob sich hinter einer trockenen Nasenschleimhaut nicht eine chronische Schädigung durch Chemikalien verbirgt, wie sie beispielsweise bei Chromatarbeitern vorkommt. Hinter dem Leiden kann sich auch eine Schädigung der Nasenscheidewand auf Grund einer Operation oder einer unsachgemäßen Ätzung verbergen. Manchmal stecken Verletzungen dahinter.
Es sollte auch an eine Lupus erythematodes (fressende Flechte), Lepra oder Syphilis gedacht werden.
Eine stark trockene Schleimhaut im gesamten Rachen, Kehlkopf und in der Luftröhre tritt auf bei einer Rhinitis atrophicans, auch Stinknase genannt. Sie fällt auf durch ein aashaft stinkendes Sekret und Krusten.

Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
Bei einer Rhinitis sicca sollte die geschundene Schleimhaut mit ölhaltigen Nasensalben gepflegt werden. Nach der Erholung der Nasenschleimhaut sollten bei Bedarf nur noch Nasentropfen -oder Sprays mit natürlichen Inhaltsstoffen verwendet werden (z.B. Meersalz).

Bearbeitungsstand: 22.11.2011

Quellenangabe:
Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dosierung und Anwendungshinweise

Wie wird das Arzneimittel dosiert?

WerEinzeldosisGesamtdosisWann
Kinder von 2 bis 6 Jahren1 Sprühstoß1-3mal täglichbei Auftreten der Beschwerden
Anwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.

Art der Anwendung?
Sprühen Sie das Arzneimittel in das/jedes Nasenloch ein. Während des Einsprühens leicht durch die Nase atmen. Zuvor reinigen Sie die Nase durch kräftiges Schnäuzen. Um Infektionen zu vermeiden, sollte das Arzneimittel immer nur von einem Patienten benutzt werden.

Dauer der Anwendung?
Das Arzneimittel sollte nicht länger als 7 Tage angewendet werden. Eine erneute Anwendung sollte erst nach einer Pause von mehreren Tagen erfolgen. Zur Anwendungsdauer bei Kindern sollten Sie grundsätzlich Ihren Arzt fragen.

Überdosierung?
Wird das Arzneimittel wie beschrieben angewendet, sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Bei versehentlichem Verschlucken größerer Mengen wenden Sie sich umgehend an einen Arzt. Es kann unter anderem zu Übelkeit, Fieber, Krämpfen, Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck, Atemstörungen, Schläfrigkeit und einer Erniedrigung der Körpertemperatur kommen.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Zusammensetzung
Was ist im Arzneimittel enthalten?

Die angegebenen Mengen sind bezogen auf 1 ml Spray = 10 Sprühstöße.

Wirkstoffstoff 0,5 mg Xylometazolin hydrochlorid
entspricht 0,44 mg Xylometazolin
Wirkstoffstoff 50 mg Dexpanthenol
Hilfstoff + Kaliumdihydrogenphosphat
Hilfstoff + Dinatriumhydrogenphosphat-12-Wasser
Hilfstoff + Wasser, gereinigtes

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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
*gegenüber der Preisangabe, die gemäß §129 Absatz 5a SGB V in Verbindung mit AMPreisVO für die ausnahmsweise Abgabe apothekenpflichtiger, nicht verschreibungspflichtiger Artikel zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung vorgesehen ist