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Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?

Der Wirkstoff Sildenafil fungiert als Hemmstoff eines Enzyms, das unter anderem in der glatten Muskulatur des Penis und auch in den Lungengefäßen lokalisiert ist. Sildenafil erhöht einen Botenstoff innerhalb der glatten Muskulatur.
An der Lunge kommt es zur Entspannung der glatten Muskelzellen und damit zu einer Erniedrigung des erhöhten pulmonalen Druck.
Am Penis entspannt sich die Gefäßmuskulatur des Schwellkörpers, wodurch vermehrt Blut einströmt und eine Erektion hervorgerufen wird.

Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Vorsicht bei Allergie gegen Bindemittel (z.B. Carboxymethylcellulose mit der E-Nummer E 466)!
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
- Auf Grapefruit sowie Grapefruit-Zubereitungen soll während der Behandlung mit dem Medikament vollständig verzichtet werden.

Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?

Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- NAION (Sehverlust durch einen Gefäßverschluss am Auge)

Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Geschwüre im Verdauungstrakt, die akut Beschwerden machen
- Blutgerinnungsstörung
- Niedriger Blutdruck
- Syndrom der Multisystematrophie (Störung der körpereigenen Blutdruckkontrolle)
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie:
 - Aortenstenose (Verengung einer Herzklappe der linken Herzhälfte)
 - Herzinfarkt, der erst kurze Zeit zurückliegt
 - Schlaganfall, der erst kurze Zeit zurückliegt
- Flüssigkeitsmangel
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Eingeschränkte Leberfunktion
- Degenerative Retinaerkrankung (Erbliche Netzhauterkrankung der Augen)
- Penismissbildungen, wie z. B. Verkrümmungen
- Erkrankungen bei denen ein Priapismus auftreten kann (Stunden bis Wochen anhaltende, meist schmerzhafte Dauererrektion des Penis ohne sexuelle Empfindung), wie:
 - Sichelzellenanämie (erblich bedingte Blutbildveränderung)
 - Leukämie
 - Plasmozytom

Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Säuglinge unter 1 Jahr: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Die Behandlung sollte mit Ihrem Arzt gut abgestimmt und sorgfältig überwacht werden, z.B. durch engmaschige Kontrollen. Die erwünschten Wirkungen und unerwünschten Nebenwirkungen des Arzneimittels können in dieser Gruppe verstärkt oder abgeschwächt auftreten.

Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.

Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.

Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
 - Durchfälle
 - Bauchschmerzen
 - Sodbrennen
 - Magenschleimhautentzündung
 - Schleimhautentzündungen von Magen und Dünndarm
 - Hämorrhoiden
- Mundtrockenheit
- Kopfschmerzen
- Migräne
- Schwindel
- Schlaflosigkeit
- Zittern
- Angstzustände
- Missempfindungen
- Verminderte Berührungsempfindlichkeit
- Brennen auf der Haut
- Sehstörungen, bei Auftreten suchen Sie bitte ihren Arzt auf
- Veränderungen des Farbensehens
- Verschwommenes Sehen
- Doppeltsehen
- Reizerscheinungen am Auge, wie:
 - Fremdkörpergefühl im Auge
 - Augenrötung
- Erhöhte Lichtempfindlichkeit am Auge
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
 - Hautausschlag
 - Hautrötung
- Schwitzen
- Flüchtige, spontan auftretende Hautrötung mit Hitzegefühl, vor allem im Gesicht (Flush)
- Eitrige Infektionen des Unterhautfettgewebes (entzündliche Zellulitis)
- Haarausfall
- Verminderung der Wasserausscheidung
- Grippeähnliche Symptome
- Infektionen der Atemwege, wie:
 - Husten
 - Bronchitis
 - Schnupfen
 - Nebenhöhlenentzündung
- Nasenbluten
- Anämie (Blutarmut)
- Muskelschmerzen
- Rückenschmerzen
- Brustbildung beim Mann
- Priapismus (Stunden bis Wochen anhaltende, meist schmerzhafte Dauererrektion des Penis ohne sexuelle Empfindung)
- Fieber

Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.

Anwendwendungsgebiete
- Pulmonale Hypertonie (Lungenhochdruck) '

Was ist das? - Definition
Erhöhter Blutdruck im Lungenkreislauf.

Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Lungenhochdruck

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursache
Normalerweise herrscht in der Lunge ein sehr niedriger Blutdruck, so dass die rechte Herzhälfte ohne großen Widerstand Blut in die Lunge pumpen kann, wo es mit Sauerstoff beladen wird.
Durch Schädigung des Lungengewebes, oder Erkrankungen der Lungengefäße, kann es mit der Zeit zu einer Erhöhung des Blutdrucks in der Lunge kommen.
So resultiert beispielsweise aus einer Lungenüberblähung, dem Lungenemphysem, eine verminderte Belüftung der überblähten Lungenanteile. In diesen Lungenabschnitten findet deshalb kein ausreichender Sauerstoffaustausch zwischen der Lunge und den Lungenarterien statt. Als Folge drosselt der Körper die Durchblutung dieser Bezirke, indem die Gefäße in diesem Bereich verengt werden. Folge ist eine Erhöhung des Blutdrucks, weil nicht mehr alle Lungengefäße weit offen sind.
Ähnliches geschieht bei einer Lungenembolie. Hier sind große oder kleine Lungengefäße durch Blutgerinnsel verstopft. Ein geordneter Blutfluss ist in diesen Lungenbereichen nicht mehr möglich. Auch dies erhöht den Blutdruck in der Lunge.


Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Der rechte Herzteil hat die Aufgabe, das Blut aus dem Kreislauf aufzunehmen und in die Lunge zu pumpen. Bei einem erhöhten Blutdruck im Lungenkreislauf wird die rechte Herzhälfte belastet. In aller Regel entwickelt sich eine pulmonale Hypertonie sehr langsam. Folge ist eine sich langsam entwickelnde Rechtsherzschwäche.
Bei einer Rechtsherzschwäche staut sich das Blut im Körperkreislauf zurück.
 - Durch den Blutstau in den Gefäßen wird Gewebswasser in das umliegende Gewebe gedrückt, es bilden sich Ödeme (Wassereinlagerungen). Besonders sichtbar sind diese an den Knöcheln. Erkennbar sind Ödeme an der bleibenden "Delle" nach dem Eindrücken der geschwollenen Körperregion.
 - Äußerlich sichtbar wird die Blutstauung in den oberen Halsvenen, diese sind im Liegen deutlich erweitert.
 - Das schwache Herz versucht durch eine Zunahme der Schlagzahl die Herzleistung zu bessern, deshalb haben Menschen mit einer Herzschwäche einen erhöhten Puls.
Hinzu kommen die Beschwerden durch die zugrunde liegende Lungenerkrankung. So kommt es beispielsweise durch den verminderter Sauerstoffgehalt im Blut zu Müdigkeit, allgemeiner Schwäche und Blaufärbung der Lippen.


Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Kommt es im Rahmen einer Lungenembolie zu einem plötzlichen stark erhöhten Blutdruck in der Lunge, kann das rechte Herz durch diese akute Überbelastung überfordert sein. Schlimmstenfalls kommt es zum plötzlichen Herztod infolge einer akuten Rechtsherzschwäche.


Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Abzugrenzen sind andere Ursachen einer Rechtsherzschwäche wie z.B. eine Minderdurchblutung des Herzens aufgrund einer Verkalkung der Herzkranzgefäße oder eines Herzklappenfehleres.


Verhaltenstipps
 - Die Ursache einer pulmonalen Hypertonie ist meist eine chronische Lungenerkrankung. Damit es gar nicht so weit kommt, sollte man Lungen schädigendes Verhalten wie Rauchen vermeiden!
 - Bei Anzeichen einer Rechtsherzschwäche sollte man den Arzt aufsuchen.

Bearbeitungsstand: 26.07.2012

Quellenangaben:
Gerlach, Wagner, Wirth, Innere Medizin für Pflegeberufe, Thieme, (2006), 5. Aufl. - Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheke


Dosierung und Anwendungshinweise
Wie wird das Arzneimittel dosiert?


Für Kinder und Jugendliche von 1-17 Jahren wird das Arzneimittel entsprechend dem Körpergewicht dosiert. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
WerEinzeldosisGesamtdosisWann
Erwachsene1 Tablette3-mal täglichim Abstand von 6-8 Stunden, unabhängig von der Mahlzeit
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.

Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.

Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Prinzipiell ist die Dauer der Anwendung zeitlich nicht begrenzt, das Arzneimittel kann daher längerfristig angewendet werden.

Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Kopfschmerzen, Schwindel sowie zu Sehstörungen kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.

Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.

Zusammensetzung
Was ist im Arzneimittel enthalten?

Die angegebenen Mengen sind bezogen auf 1 Tablette.

HilfstoffSildenafil citrat 28,1 mg
entsprichtLactose 0,7 mg
HilfstoffTriacetin +
entsprichtSildenafil 20 mg
HilfstoffCellulose, mikrokristalline +
HilfstoffCalciumhydrogenphosphat +
HilfstoffCroscarmellose natrium +
HilfstoffMagnesium stearat +
HilfstoffHypromellose +
HilfstoffTitandioxid +
HilfstoffLactose-1-Wasser +

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.


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