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00064135
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Anwendungsgebiete:
Lokale und regionale Nervenblockade.


Nicht Anwenden bei:
Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden: • bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Lokalanästhetika vom Säureamid-Typ, falls nicht eine schrittweise Testung unter optimalen Sicherheitsbedingungen durchgeführt wird • bei schweren Störungen des Herz-Reizleitungssystems • bei akut dekompensierter Herzinsuffizienz (akutes Versagen der Herzleistung) • zur intravasalen Anwendung (Ausnahme: intravenöse Regionalanästhesie) Zusätzlich sind die speziellen Gegenanzeigen für die Spinal- und Periduralanästhesie zu beachten, wie z.B.: • nicht korrigierter Mangel an Blutvolumen • erhebliche Störungen der Blutgerinnung • erhöhter Hirndruck. • Die Durchführung der Spinalanästhesie bei Jugendlichen und Erwachsenen bis ca. 30 Jahre wird wegen der in diesen Altersgruppen häufig auftretenden postspinalen Kopfschmerzen nicht empfohlen. • Ist eine Allergie gegen Lidocain bekannt, so muss mit einer Kreuzallergie gegen andere Säureamid-Lokalanästhetika gerechnet werden. Das Arzneimittel darf nur mit besonderer Vorsicht angewendet werden: • bei Nieren- und Lebererkrankungen • bei Myasthenia gravis • zur Injektion in ein infiziertes Gebiet. Schwangerschaft und Stillzeit: • Über die Anwendung des Arzneimittels in der Schwangerschaft liegen keine Daten für eine ausreichende Beurteilung der Anwendungssicherheit vor. Obwohl die lokale oder regionale Nervenblockade bei einer Reihe von ärztlichen Eingriffen als die schonendste Methode gilt, sollte während der Schwangerschaft die Verabreichung des Arzneimittels unter Abwägung von Nutzen und Risiko nur dann erfolgen, wenn dies unbedingt erforderlich ist. Lidocain-HCl ist in Konzentrationen von mehr als 1% in der Geburtshilfe nicht anzuwenden. Kontraindiziert ist die Periduralanästhesie mit dem Arzneimittel in der Geburtshilfe bei drohenden starken Blutungen oder tiefer Implantation der Plazenta. Nach Regionalanästhesien mit Lidocain unter der Geburt können selten toxische Symptome beim Neugeborenen auftreten: Bradykardien, AV-Blockierungen und ventrikuläre Tachykardien. • Lidocain wird auch mit der Muttermilch ausgeschieden. Über mögliche Wirkungen beim Säugling liegen jedoch keine Erkenntnisse vor, klinisch bedeutsame Auswirkungen werden aber nicht erwartet.


Anwendung:
Grundsätzlich gilt, dass nur die kleinste Dosis verabreicht werden darf, mit der die gewünschte ausreichende Anästhesie erreicht wird. Die Dosierung ist entsprechend den Besonderheiten des Einzelfalles vorzunehmen. Für die einzelnen Anwendungsarten gelten als Einzeldosen für Jugendliche über 15 Jahren und Erwachsene mit einer durchschnittlichen Körpergröße folgende Empfehlungen: • Oberflächenanästhesie: bis zu 300 mg • Infiltration: bis zu 300 mg (0,5-1%) • periphere Nervenblockade: bis zu 300 mg (1%) • Stellatum-Blockade: bis zu 100 mg (1%) • Grenzstrang-Blockade: bis zu 300 mg (1%) • Paravertebralanästhesie: bis zu 300 mg (1%) • Epiduralanästhesie: bis zu 300 mg (0,5-1%) • Feldblock: bis zu 500 mg (0,5-1%) • intravenöse Regionalanästhesie: bis zu 300 mg (0,5%) • Hautquaddeln: pro Quaddel 20 mg (0,5-1%) (Für die geringeren Konzentrationen bei den entsprechenden Indikationen kann Lidocainhydrochlorid mit isotonischer Natriumchloridlösung verdünnt werden.) • Bei Applikation in Gewebe, aus denen eine schnelle Resorption von Substanzen erfolgt, sollte eine Einzeldosierung von 300 mg Lidocain ohne Vasokonstriktorzusatz oder 500 mg Lidocain mit Vasokonstriktorzusatz nicht überschritten werden. • Bei Anwendung in der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde sollte in jedem Fall eine Gesamtdosis von 200 mg Lidocain nicht überschritten werden. • Bei Kindern und älteren Patienten muss eine Dosisanpassung vorgenommen werden. • Für Kinder sind Dosierungen individuell unter Berücksichtigung von Alter und Gewicht zu berechnen. Für die Anwendung zur Anästhesie bei Kindern werden niedrig konzentrierte Lidocain-Lösungen gewählt. • Lidocain kann mit einem vasokonstriktorischen Zusatz, wie z.B. Epinephrin, zur Wirkungsverlängerung kombiniert werden (Ausnahme: intravenöse Regionalanästhesie); bewährt hat sich ein Epinephrinzusatz von 1:100000 bis 1:200000. Besonders im Bereich der Zahnheilkunde kann die Verwendung eines Vasokonstriktor-haltigen Lokalanästhetikums bei Einsatz von kurz- bis mittellangwirkenden Substanzen unverzichtbar sein. Lidocain mit Epinephrinzusatz sollte nur für Anästhesien im Gesichtsbereich (Zahn, Mund, Kiefer) eingesetzt werden. • Bei Patienten mit reduziertem Allgemeinzustand bzw. veränderter Plasmaeiweißbindung (z.B. Niereninsuffizienz, Leberinsuffizienz, Karzinomerkrankungen, Schwangerschaft) müssen grundsätzlich kleinere Dosen angewendet werden. • Bei Patienten mit Niereninsuffizienz wird eine verkürzte Wirkzeit der Lokalanästhetika beobachtet. Dies wird auf einen beschleunigten Transport des Lokalanästhetikums in die Blutbahn durch Azidose und gesteigertes Herz-Zeit-Volumen zurückgeführt. • Bei Lebererkrankungen ist die Toleranz gegen Säureamid-Lokalanästhetika herabgesetzt. Verantwortlich hierfür wird ein verminderter hepatischer Metabolismus gemacht sowie eine verringerte Proteinsynthese mit einer daraus resultierenden geringeren Plasmaproteinbindung von Lokalanästhetika. In diesen Fällen wird ebenfalls eine erniedrigte Dosis empfohlen. • Bei Patienten mit zerebralem Anfallsleiden muss verstärkt auf die Manifestation zentralnervöser Symptome geachtet werden. Auch bei nicht hohen Lidocain-Dosen muss mit einer gesteigerten Krampfbereitschaft gerechnet werden. Beim Melkersson-Rosenthal-Syndrom können allergische, toxische Reaktionen des Nervensystems auf Lokalanästhetika vermehrt auftreten. • Bei Patienten mit Zeichen einer Herzinsuffizienz oder klinisch relevanten Störungen der kardialen Erregungsbildung und -ausbreitung ist die Dosis zu reduzieren und eine stete Kontrolle der Funktionsparameter erforderlich, auch nach Wirkungsende des Lokalanästhetikums. Nichtdestoweniger kann die lokale oder regionale Nervenblockade das anästhesiologische Verfahren der Wahl sein. • In der geburtshilflichen Periduralanästhesie ist wegen der veränderten anatomischen Verhältnisse (verkleinerter Peeriduralraum durch gestauten Plexus venosus intervertebralis) eine Dosisreduktion um etwa ein Drittel erforderlich. Art und Dauer der Anwendung: • Die Injektionslösung wird in Abhängigkeit vom jeweiligen Anästhesieverfahren intradermal (intrakutan), subkutan, intravenös oder zur rückenmarknahen Leitungsanästhesie epidural (peridual) injiziert, in einem umschriebenen Bezirk in das Gewebe eingespritzt (Infiltration) oder in Abhängigkeit von den anatomischen Verhältnissen nach gezielter Punktion lokal appliziert. • Das Arzneimittel sollte nur von Personen mit entsprechenden Kenntnissen zur erfolgreichen Durchführung der jeweiligen Anästhesieverfahren angewendet werden. • Grundsätzlich gilt, dass bei kontinuierlicher Anwendung nur niedrig konzentrierte Lösungen von Lidocain appliziert werden. Zur Vermeidung von Nebenwirkungen sollten folgende Punkte beachtet werden: • bei Risikopatienten und bei Verwendung höherer Dosierungen (mehr als 25% der maximalen Einzeldosis bei einzeitiger Gabe) intravenösen Zugang für Infusion anlegen (Volumensubstitution) • Dosierung so niedrig wie möglich wählen • in der Regel keinen Vasokonstriktorzusatz verwenden • korrekte Lagerung des Patienten beachten • vor Injektion sorgfältig in zwei Ebenen aspirieren (Drehung der Kanüle um 180°) • Vorsicht bei Injektion in infizierte Bereiche (aufgrund verstärkter Resorption bei herabgesetzter Wirksamkeit) • Injektion langsam vornehmen • Blutdruck, Puls und Pupillernweite kontrollieren • allgmeine und spezielle Kontraidikationen sowie Wechselwirkungen mit anderen Mitteln beachten Hinweise: • Vor einer Lokalanästhesie ist grundsätzlich auf eine gute Auffüllung des Kreislaufes zu achten. Bestehende Hypovolämien müssen behoben werden. • Bei Anwendung im Hals-Kopf-Bereich besteht ein höherer Gefährdungsgrad, weil das Risiko für zentralnervöse Intoxikationssymptome erhöht ist. • Eine intravenöse Injektion oder Infusion darf nur unter sorgfältiger Kreislaufüberwachung erfolgen. Alle Maßnahmen zur Beatmung, antikonvulsiven Therapie und Reanimation müssen vorhanden sein. • Beim Lösen der Blutsperre im Rahmen der intravenösen Regionalanästhesie ist das Risiko von Nebenwirkungen erhöht.


Haltbarkeit:
• Die Injektionslösung ist nur zur einmaligen Entnahme vorgesehen. • Die Anwendung muss unmittelbar nach Öffnung der Ampulle erfolgen. • Nicht verbrauchte Reste sind zu verwerfen. • Vor Licht geschützt lagern.

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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.